Die Televersa Online Story

Da sich meine leidigen Erfahrungen mit dem Flying DSL Anschluss der Televersa Online über unzählige Post verteilen hier eine Zusammenfassung.

Eins vorneweg: Ich habe nichts gegen Televersa. Auch nicht gegen deren Mitarbeiter. Was ich aber nicht mag ist Kunden anzulocken, Versprechungen zu machen und dann hängen zu lassen. Derzeit glaube ich dass Anspruch und Wirklichkeit erheblich auseinander liegen. Und dass die Mitarbeiter -zumindest die ich kennen gelernt habe- fast durch die Bank schlecht ausgebildet waren, nicht alle Informationen hatten und als Dank dafür nun den Zorn diverser Kunden abbekommen.

Ich kann alles was geschehen ist belegen. Es gibt Briefe, Emails, Faxe, Telefonmitschnitte, Rechnerprotokolle. Nur für den Fall das mal jemand sagen will dass das alles nicht stimmt. Glaubt mir, es ist die traurige Wahrheit.

Der Anfang:
Im Dezember 2006 habe ich auf eine Werbung der Televersa Online (TVO) reagiert und buchte einen sog. Flying DSL 6000 Anschluss. Die Werbung war schon zu diesem Zeitpunkt etwas irre führend, dort wurde u.a. ein T-COM DSL Anschluss mit dem der TVO verglichen, allerdings wurden hier Äpfel mit Birnen verglichen.
Während beim T-Com Anschluss alle monatlichen Gebühren penibel aufgeführt wurden ließ man beim TVO Anschluss einen Teil der Kosten einfach weg, so wurde der fast nirgend wo zu bekommende City Tarif herangezogen und die Freischaltgebühr wurde auch vergessen (und auch die Tatsache dass der T-COM jederzeit gekündigt werden kann, der TVO Anschluss aber frühestens nach 24 Monaten). Aber was soll’s dachte ich mir, so ist Werbung eben und der DSL Light Anschluss der Telekom reichte einfach nicht aus.
Die Leistungen sollten sein:
6144kbit /s Downspeed
512kbit/s Upspeed
Voice Over IP
Fax over IP
Einfache Installation
36 Monate Laufzeit
Kein Telekom Anschluss Notwendig
45,- Euro im Monat

Die extrem Kurzfassung:
Ich wohne etwa 800m vom Sender entfernt. Dazwischen eine Hausecke, sonst nichts. Der Sender steht erhöht zu unserem Haus.
Trotz vieler Versuche gelang es TVO bis heute nicht die vertraglich vereinbarten Leistungen bereitzustellen.
Ich habe mittlerweile Urlaubstage für erfolglose oder erst gar nicht erscheinende Techniker verbraucht, unzählige Gespräche mit einer Hotline geführt die den Namen nicht verdient (schlecht erreichbar, versprochene Rückrufe bleiben aus uvm.), es wurden sinnlos Löcher in die Wand gebohrt, ständig neue Gründe gefunden und Zeiträume genannt.
Mittlerweile reagiert TVO gar nicht mehr. Man beantwortet keine Faxe, auf die Kündigung(en) wird auch nicht reagiert. Ich habe nämlich zwischenzeitlich die Nerven verloren.
Im Internet hat sich ein Forum gebildet auf dem sich erstaunlich viele TVO Kunden finden die gleichgelagerte Probleme haben (bzw. hatten weil sie nun auch gekündigt haben.
Vereinzelt trifft man dort allerdings auch welche wo es geht und die sich zufrieden äussern (wobei ich die Orte nicht kenne). Das lässt etwas hoffen.
Ein Forum ist aber zugegeben auch eher ein Platz wo sich erst mal Leute finden die nichts zu lachen haben und sich über ihr Probleme ausweinen. Mag sein dass es viele, viele gibt wo es problemfrei läuft. Hier geht’s jedenfalls nicht.
Zwischenzeitlich eskalierte der streit dort ein wenig da die Nerven dann beim ein oder anderen doch recht blank sind. Auf beiden Seiten.

Und das ist der derzeitige Stand:
Seit Anfang Juni bin nun halbwegs Online (mehr geht wohl nicht).
Die vereinbarte Geschwindigkeit wird eigentlich nie erreicht. Maximal 3500 liegen an, 6000 müssten es sein.
Telefonie und Faxen geht gar nicht.
Pro Tag unzählige Verbindungsabbrüche und teilweise Totalausfälle des Netzes über mehrere Stunden. Im Juni hatte ich bisher fast 600 Verbindungsunterbrechungen.
VPN oder VOIP ist da noch nicht einmal theoretisch möglich.

Derzeit arbeitet man wieder am Netz. Die ersten Auswirkungen scheinen schlimmer statt besser zu sein, aber wer weiß was kommt.

Updates nur noch auf der Seite da es übersichtlicher ist.

Mehr von meinem ganz persönlichen Albtraum hier

Ein Gedanke zu „Die Televersa Online Story“

  1. Das kommt mir alles sehr bekannt vor. Derzeit hüllt man sich bei denen in tiefstes schweigen.
    Offenbar ist der Backbone viel zu schwach (man hörte was von 10mbit) und das würde zumindest die langsame Geschwindigkeit erklären. Angeblich ist dem Chef dort mehr Leistung zu teuer.Insgesamt sieht es aus als ob deren Netz viel zu schwach ausgelegt sei und man erst mal mit wenig Geld viele Kunden anziehen wollte um dann zu investieren. Angeblich baut man derzeit am Netz, merken kann ich davon noch nix.

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