Free Tibet

Irgendetwas stimmt doch gerade nicht. Als in Burma Mönche verfolgt wurden schrie die ganze welt auf, die internationale Staatengemeinschaft drohte mit Sanktionen  und überhaupt waren alle empört.

Nun geschieht beinahe das gleiche in China und irgendwie juckt es keinen. In den Nachrichten wird darüber auch nur mitten drin berichtet, die Kanzlerin die so Medienwirksam den Dalai Lama empfangen hat äussert sich fast kaum und auch die Olympischen Spiele, wohlgemerkt ein Fest des Friedens, will auch keiner in Frage stellen.

Man könnte böse vermuten dass es leicht fällt einem unwichtigen Zwergstaat wir Burma zu drohen, einem wichtigen Wirtschaftspartner wie China, ach, komm, da drückt man doch mal alle Augen zu und sieht lächelnd über den Völkermord hinweg. Und da es in Tibet auch kein Öl gibt hört man auch nichts aus den USA.

Ich könnte gelinde gesagt kotzen über die verlogenen Staatsoberhäupter dieser Welt. So ziemlich jeder hat sich für nette Fotos mit dem Dalai Lama ablichten lassen und erklärt wie toll doch der gewaltlose Kampf sei und dass man China deutlich sagen würde dass Meschenrechtsverletzungen auf gar keinen Fall akzeptiert würden [blah]

Faschistische Volkrepublik China

5 Gedanken zu „Free Tibet“

  1. Hallo,

    was in meinen Augen noch viel, viel entlarvender ist:

    Die EU und die USA brüsten sich mit ihren Möglichkeiten der genauen Satellitenüberwachung, zu denen ich nur zwei Beispiele nennen will:

    – EU: satelitengestützte Überwachung von stillgelegten Flächen in der Landwirtschaft, damit kein Subventionsbetrug stattfindet (wobei nur nebenbei gesagt, z.B. u.a. die Lufthansa aus dem Budget für Landwirtschaft komischerweise Subventionen bekommt, aber das ist hier jetzt off topic).

    -USA:

    Können angeblich aus etlichen 10-tausend Kilometern noch die Zacken einer Briefmarke gestochen scharf via Satelit abbilden und erkennen.
    Und in der Vergangenheit wurden Satelliten einfach da hin zur Überwachung gesteuert, wo man diese grade benötigte.

    Jetzt ist aber ein weltweiter Aufschrei zu vernehmen, wonach es keine Möglichkeit gäbe, zu erfahren, was in China genau los ist(…).

    Nicht zu vergessen, die immer noch von Deutschland an China gezahlten mehrere hundert Millionen € "Entwicklungshilfe".

    mfg Punky

  2. Die Linksfaschisten sind nunmal die Faschisten der Neuzeit, das Problem ist es interessiert einfach keinen.
    Weltweit hat der Kommunismus schon über 500 Millionen Todesopfer gekostet darüber spricht im Gegnsatz zu den Nazi Verbrechen kein Mensch.

    So ist nunmal unsere schönes System!

  3. Ich erinnere an 1991 als der Irak Anspruch auf “ seine “ Provinz Kuweit erhob und sich mit Gewalt nahm,von dem er meinte, daß es ihm gehörte.Ratzfatz waren unsere glorreichen Verbündeten zur Stelle und zogen den Usurpator zur Rechenschaft. Die Situation in Tibet ist identisch und wo ist der “ Befreier “ geblieben? Ach ja, auf dem Dach der Welt gibts ja kein Öl – hatte ich vergessen und mit den Irakern war wegen der Armut des Volkes kein Geschäft zu machen. Wen interessieren ein paar dauerbetende Mönche wenn es ums Geschäft geht? Und noch etwas – war da nicht was mit einem Olympiaboykott als die Russen nicht so richtig spurten? Was ist denn da schief gelaufen? Die Olypischen Spiele wurden schon einmal von einer schlimmen Diktatur für ihre miesen Zwecke misbraucht und auch damals haben alle Nationen das Spiel der 3 Affen gespielt. Die Globalisierung frißt ihre Kinder. Diesmal sind es die Tibeter – irgendwann sind es wir selbst. Was für Charaktere wählen wir eigentlich als politische Vertreter? Vertreten die den wahren Willen des deutschen Volkes? Wenn das so sein sollte, dann könnte ich nicht mehr stolz auf meine Nationalität sein. Puh, das war aber viel…..

  4. Zu dieser Gelegenheit erinnere ich mal an den Weltfrieden-Gipfel Anfang der 1990er Jahre in Wien. Der Dalai Lama sollte die Eröffnungsrede halten, was der anwesenden chinesischen Delegation natürlich überhaupt nicht ins Konzept passte. Dementsprechend probten sie dann auch einen Aufstand. Der Dalai Lama verließ hocherhobenen Hauptes und mit einem ausgeglichenen Lächeln im Gesicht den Saal, nicht der geringste Anflug von Zorn war zu erkennen. Die vorgesehene Eröffnungsrede hielt er dann im Zelt von Amnesty International, wenn ich mich recht erinnere. Bereits damals wurde China schon als zukünftige Wirtschaftsmacht gehandelt. Wo es um wirtschaftliche Interessen, Geld und Macht geht, bleiben halt Moral und Völkerrecht auf der Strecke. Damals wie heute und in Zukunft.

    P.S. Seit jenem Tag hege ich tiefste Bewunderung und Achtung für den Dalai Lama – darum ist mir dieser Vorfall lebhaft in Erinnerung geblieben.

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