Hunde in Bayern – Petition gegen den drohenden Leinenzwang

Lange Zeit dachte ich dass man mit seinen Tieren in Bayern machen kann was man will, es schert eh keinen. Nach wie vor hat Bayern diverse Gesetze zum Tierschutz entweder nicht umgesetzt oder per Sonderregelung erst mal außer Vollzug gesetzt, so zum Bsp. das Verbot der Ständerhaltung für Rinder und Pferde.

Wenn man also meint Tiere sind den Politikern hier egal, es geht eh nur ums Geld, dann überraschen sie einen hier mit neuen Verordnungen… Bayerische Städte haben schon so etwas wie Schilda und das lesen der Lokalzeitungen kann einen Zugereisten nur zum Kopfschütteln bewegen. Hier wird sich ums Kleine gestritten, nicht ums Große (dafür zahlt irgendwer Geld und alle halten brav die Klappe).

Bisher gibt es in Bayern noch keine generelle Leinenpflicht für Hunde (allerdings ziemlich sinnfreie Ausnahmeregelungen), nun jedoch soll sich dies offenbar ändern und ein entsprechender Gesetzentwurf ist wohl fertig gestellt.

Das es keineswegs positiv endet wenn Hunde nur noch an der Leine sind sollte jedem denkenden Menschen klar sein. Im Gegenteil, Hunde die sich nicht sozialisieren können und mit Artgenossen spielen und toben werden schneller aggressiv da sie den Umgang mit anderen Hunden nicht kennen bzw. erlernen und ihr Bewegungsradius bedrohlich eingeschränkt wird(ist das erste was man in der Hundeschule lernt… keine Hunde an der Leine zusammenführen).

Es ist eine der vielen Initiativen wo der Staat aufgibt sich mit seinen Bürgern zu befassen (wie auch, spart ja jedes Personal auf der Strasse ein und die Obrigkeit sieht man nur noch auf Bierfesten und Spatenstichen) und ihm letztlich die Verantwortung und Mündigkeit entzieht (ziemlich Grundlos sogar, es gab seit Jahren wohl keinen Zwischenfall mit einem Hund der durch eine Leine verhindert worden wäre…).

Die Gesellschaft für artgemässe Hundehaltung e.v (GAH) ist die Lobby der Hundehalter (nicht nur für Bayern) und ruft nun zu einer Petition auf die ich hier gerne Publik machen möchte.

Wer die Sache unterstützen mag klickt bitte hier und –so kurz vor den Landtagswahlen in Bayern- wird sich sicher der ein oder andere Politiker erweichen lassen nochmal nachzudenken.

14 Gedanken zu „Hunde in Bayern – Petition gegen den drohenden Leinenzwang“

  1. Ich habe seit 30 Jahren Hunde und wohne im Außengebiet in der jetzt neu ernannten Stadt Puchheim bei München. Kleines Waldstück und Felder direkt am Haus. Seit 25 Jahren haben wir keine Probleme mit anderen Hundebesitzer gehabt (3-5). Leider hat sich die Situation durch Neubaugebiete ratikal verändert. Jetzt sind es weit über 50!?. Das sich meine Hunde nicht mit jeden anderen Hund direkt vor Ort vertragen (Revier- und Rudelverhalten), gibt es jetzt immer wieder Probleme, auch wenn ich meine Hunde an der Leine habe. Besonders mit Jogger und Radfahrer, wo ihre Hund erst nach 100m hinter ihren Herrchen um die Ecke kommen. Auch direkt am Haus werden meine Hunde immer wieder von Hunden ohne Leine angegriffen. Leider ist aber unser Zaun im Weg. Verschärft hat sich die Situation durch den Erlass der Nachbargemeinde Eichenau: Leinenzwang nur für Hunde über 50cm Schulterhöhe!?-jetzt aber alle bei uns zum Gassigehen! Ich möchte hier nur meine Erkenntnisse weitergeben: Leinenzwang JA!

  2. Hallo zum Leinenzwang möchte ich nur sagen ich würde es sehr begrüssen, wenn manche Hundehalter seine Hunde an die Leine nehmen würden wenn Ihnen ein anderer Hundehalter mit kleinen Hund begegnet!!damit meine ich die Grossen Hunde!!Denn kann ein kleiner Hund einen grossen gefährlich werden ich glaube nicht. Habe selber einen kleinen Hund und ich erlebe es jeden Tag wie rücksichtslos manche Hundehalter sind. Zum Thema Der tut nichts!! Denn Ihr Hund hat ja nichts zum befürchten der ist ja der grössere. Das trift zwar nicht auf alle grossen Hundehalter zu aber bei vielen leider. Das kleine Hunde auch andere Hunde belästigen kommt natürlich auch oft for. Aber klein gegen klein ist färer als klein gegen gross. Ich weis die Menschen sind schuld nicht die Hunde!! Wer würde es schon begrüssen wenn ein ganzes Rudel auf Ihn zukommt alle grösser als der eigene Hund ohne Leine?? Diese Gefühl ist nicht so toll oder?? Aber solche Menschen meinen sie sind alleine auf der Welt. Damit wollte ich sagen das viele Leute Ihren Hund nicht kennen und im Griff haben.

  3. Grundsätzlich: Ein genereller Leinenzwang für Hunde lässt sich nicht in die Praxis umsetzen.

    Der Hund braucht für eine artgerechte Haltung Freilauf, Kontakt mit anderen Hunden aber auch Menschen und Bewegungsfreiheit zum Spielen, Laufen Rennen.

    Nur wenn diese Möglichkeiten geboten werden, wird der Hund dem Menschen aber auch seinen Artgenossen, stressfrei und ausgeglichen begegnen.
    Erinnern wir uns: „Der Hund stammt vom Wolf ab“. Dieser Vorahne hat für seinen Rudel ein großes Sozialverhalten als Regelwerk entwickelt.
    Mit dem Leinenzwang zwingen wir den Hund seinen Bewegungsdrang, Lernwilligkeit und Unterordnung, Gehorsam abzulegen. Dieser Hund wird auf Grund von Dauerstress, gefährlich, unberechenbar und Verhaltensgestört.
    Wollen wir das wirklich?

    Rettungshunde, Suchhunde, Polizeihunde, Wachhunde und Schutzhunde leisten täglich bemerkenswerte Arbeit für uns Menschen.
    Zudem ist er Sozialpartner für kranke, alte und behinderte Menschen (Blindenhund)

    Wenn einige, vielleicht sogar viele Menschen sich vor der Anschaffung eines Hundes keine ausreichenden Gedanken machen, welche Aufgabe und Verantwortung auf sie zukommt und deshalb ihren Hund falsch erziehen, vernachlässigen, dann darf man nicht alle Hundehalter- denn letztlich ist er es der Mensch, der den Hund falsch behandelt- in Sippenhaft nehmen.

    Vielmehr sollte dieser Hundehalter eine Sachkundeprüfung ablegen. Bei Bedarf mit Schulungsauflagen.
    So lässt sich sicherstellen, dass es zu einer guten Beziehung Hund-Mensch kommt.

    Doch mit einem Leinenzwang, sich gegen ungezogene Hunde zu widersetzen, ist mit Sicherheit der falsche Weg und spricht nur für mangelnde Fachkompetenz dieser Menschen.

    1. Hallo, Hundefreund.

      Vielen Dank für die diffferenzierte Betrachtung der Sache.
      Dass ich trotzdem nicht völlig übereinstimme, liegt an den leider anderen Erfahrungen, die ich wöchentlich als Radfahrer oder Jogger machen muss.
      M.E. ist nicht ein kleiner Anteil der Hunde nicht erzogen, sondern die große Mehrheit. Die wenigsten Hunde parieren auch noch in kom plexen Situationen, und sei es nur das Auftauchen eies Wildtiers, Kinder, Verkehrsmittel… Ich schätze , die Hälfte aller Hundebesitzer ist a) zu wenig fachwissend b) rücksichtslos c) verantwortungslos. Deren Tiere gehen jede Katze an, rennen jedem Hasen nach und heben alle 10m das Bein.
      Nach Ihrer Begründung müßten gerade die von Ihnen genannten hoch qualifizierten Diensthunde die reinsten Psychopathen sein – diese laufen außerhalb des Zwingers fast ausschließlich eng angeleint.
      Ihren Vorschlag, dass Hundehalter die Erziehung ihres Tieres nachweisen, bevor es in der Öffentlichkeit frei laufen darf, unterstütze ich aus vollem Herzen. Dann würde der Anteil verantwortungsvoller Hundehalter, die sich das nötige Fachwissen aneignen und auch umsetzen, nicht durch Pauschalverbote diskriminiert.

      1. Hallo JoBergfreund,

        Kein Hundehalter kann für seinen Hund „die Hand“ in´s Feuer legen“ und behaupten: Mein Hund macht das nie!

        Ich habe einen 21 Monate alten Riesenschnauzer und beschäftige diesen bei den tägl. Ausläufen regelmäßig. Bin ich jedoch unaufmerksam, wird er versuchen seine eigenen Regeln durchzusetzen. Ich mache mir jetzt die Mühe und arbeite intensiv mit ihm, dann habe ich es, wenn er ausgewachsen ist leichter.

        Hunde haben eine hoch entwickelte Sinneswahrnehmung. Lange bevor wir Menschen es ahnen, hat er bereits registriert was sich um ihn herum bewegt.
        Dazu kommt, dass er ein außerordentlich guter Beobachter seines Frauchens/Herrchens ist. Der Hund weis mehr über seinen Führer, als der Führer über seinen Hund.

        Will heißen:
        Wenn der Hundehalter beim Auslauf gedanklich nicht bei seinem Hund ist, wird dieser, -zumindest in den ersten drei Lebensjahren- diese Unaufmerksamkeit gnadenlos ausnutzen, wenn es ums Jagen geht.
        Je nach Rassezugehörigkeit hat der Hund unterschiedlich ausgeprägtes Jagdverhalten. Zum Jagdobjekt gehören leider auch Radfahrer/Jogger. Eben alles was sich schneller bewegt.
        Ein bewegendes Objekt, selbst in großer Entfernung, wird von ihm schneller wahrgenommen als ein Ruhendes in näherer Distanz.

        Ein aufmerksamer Hundeführer wird immer auf der Hut sein, seinen Hund nur vor sich laufen lassen, die Distanz beim Freilauf stets korrigieren und ständigen Kontakt mit Handzeichen/Ruf oder Kopfbewegungen zu seinem Hund haben. Also ein eingespieltes Team zwischen Mensch und Hund. Nur so kann er zuverlässig Belästigungen anderer Menschen beim Freilauf unterbinden.

        „Die Freiheit eines Menschen findet dort seine Grenzen, wo die Freiheit des Anderen dadurch leidet“

        Wir Menschen könnten in einem guten Miteinander auskommen, wenn nicht der Autofahrer den Radfahrer- der Radfahrer den Fußgänger- der Hundehalter den Spaziergänger usw. nötigen, bedrängen und dazu noch anmotzen würde.
        Leider sind es immer wieder die Selben die sich rücksichtslos und uneinsichtig verhalten. Dadurch glaubt man es seinen zahlenmäßig Viele. Doch sind die Rücksichtslosen „Gott sei Dank“ eine Minderheit, mit denen wir leider leben müssen.

        JoBergfreund.
        Zitat:
        Nach Ihrer Begründung müßten gerade die von Ihnen genannten hoch qualifizierten Diensthunde die reinsten Psychopathen sein – diese laufen außerhalb des Zwingers fast ausschließlich eng angeleint.

        Diese Hunde haben bei ihren Führern auch das Recht Hund zu sein. Sie können ihren artgerechten Bewegungsdrang ebenso ausleben wie ein Gebrauchshund. Sonst würde sie niemals so zuverlässig und gehorsam arbeiten. Oder wollen Sie immer an der kurzen Leine gehalten werden?

  4. @Gretel: Bitte nicht via Email antworten sondern auf den Link in der Mail klicken – ansonsten taucht der Kommentar hier nicht auf (ausser ich kopiere den wie eben manuell hier rein).

    Gleichzeitig möchte ich anmerken dass mit der angeführten Begründung so ziemlich alles gesetzlich geregelt und verboten werden müsste. Hirn sollte immer vor Gesetz gehen und ja, es bedarf sicherlich einiger Kontrollen mehr, aber kaum noch mehr regulierung durch den Staat.

    Wenn es nicht unbedingt notwendig ist, ein Gesetz zu erlassen, ist es unbedingt notwendig, ein Gesetz nicht zu erlassen. (Charles-Louis de Montesquieu)

  5. Guten Tag Susn,
    leider ist es mit der Verantwortung vieler Hundehalter nicht sehr weit her, deshalb muss eben der Gesetzgeber eingreifen. Solange Hunde nur als Spielzeug für Kinder angeschafft werden und anschließend vernachlässigt und völlig unterfordert werden, darf man sich über agressives Verhalten nicht wundern. Deshalb noch einmal, es dürfte sich nicht jeder einen Hund zulegen, geschweige denn privat züchten ohne vorher einen sogenannten Sachkundenachweis abgelegt zu haben. Das ist für mich Tierschutz.
    Gretel

  6. Wie weit ist es in Deutschland eigentlich….
    Brauchen wir für alles und jeden Gesetze und Vorschriften, kann man hier nicht erwarten, daß man Verantwortung übernimmt und selbst abschätz ob Leine oder nicht! Ein Armutszeugnis für die Bevölkerung hier! Werden in Zukunft alle „Gefahrenquellen“ für jede Spezies abgeschafft oder angeleint. Also z.B.: keine Autos mehr auf den Starssen, den es könnten andere Verletzt werden! Wo bitte fängt man da an und hört auf…. Artgerecht ist doch das Ziel und ein Hund den ganzen Tag in einer Wohnung allein ist z.B. nicht vörderlich für soziales Verhalten. „Wo wir wieder bei der Logik und der Verantwortung der MENSCHHEIT wären“

  7. Naja, die Hunde haben da schon ein Problem mit würde ich sagen.
    Die Hundehalter sind ja vielmehr die Ursache des ganzen.

    Zu den von Gretel angeführten Auslaufflächen: Ja, das ist wünschenswert, außerhalb der Städte in Bayern aber kaum umzusetzen. Und selbst in den Städten Bayerns glaube ich nicht so richtig dran, leider.

  8. Das Problem sind nicht die Hunde, die unter solchen Gesetzen zu leiden haben, sondern die Hundehalter die ihre Vierbeiner nicht im Griff haben.
    Ein gut erzogener, folgsamer Hund braucht keine Leine sondern geht bei „FUSS“ wenn es nötig ist.

  9. Ich komme zwar aus dem Wendland (Niedersachsen), bin aber zufällig auf diese Seite geraten. Als Hundefreundin und ehemals aus Berlin, kann ich nur sagen: In einer Stadt, sollten die Hunde an die Leine genommen werden, schon aus Sicherheit für Mensch und Verkehr. Allerdings muss die Stadt auch dafür sorgen, dass ausreichend „Auslaufflächen, wie Hundespielplätze geschaffen werden, um die Hunde zu sozialisieren. Den Hundebesitzern sollte man allerdings auch nahelegen immer eine Kottüte bei sich zu haben, das erspart viel Ärger!

  10. Ich hab meine Stimme abgegeben…
    Als wenn es bei uns keine anderen Probleme gäb, als sich mit sowas wichtig zu machen -ist den Herren und Damen Politikern langweilig?…geschickte Möglichkeit, um im „Sommerloch“ vor der Wahl von den tatsächlichen Problemen abzulenken.
    @ blogZicke
    grad die kleinen Bellos sind schlimm…die laufen (oft auch im Stadtgebiet)dann ohne Leine rum, hören nicht, wuseln den großen Hunden unter den Pfoten rum und die können sich nicht wehren, weil sie an der Leine sind…
    Grundsätzlich sind wohl die Hundehalter, die ne Hundeschule besuchen eh verantwortungsvoll und haben gelernt, die Hunde artgerecht zu kontrollieren.
    Den Hunden sollte ein artgerechter Auslauf gesichert sein. Und das geht halt an der Leine nicht. Für Freilaufflächen und Spielwiesen investieren die Städte oft kein Geld.
    Ein allg. Leinenzwang ohne entsprechende und auch ausreichende Freilaufflächen ist daher mit dem Tierschutzgedanken nicht vereinbar.
    Anleinpflicht ja….aber bitte mit Sinn und Verstand!
    @ bergfee
    wenn Du meinst, es würde in Deiner Nachbarschaft ein Hund nicht artgerecht gehalten und vernachlässigt werden, ….warum meldest Du das nicht dem örtl. Tierschutz?

  11. Ich denke, im Wald kann man den Hund auch ohne Leine laufen lassen, sofern er gut hört!
    In der Stadt oder Parks würde ich sagen, eher nicht.

    Aber ich finde, jeder Hundehalter müsste, auf jeden Falls so eine Art „Hunde-Training“ mitmachen. Sicherlich nicht für so ganz kleine Bellos 😉

  12. Das mit dem Leinenzwang kann man so oder so sehen… ich denk es gibt durchaus Orte an denen es nicht falsch ist seinen Hund an der Leine zu führen. Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, dass im freien Gelände auch Leinenzwang eingeführt wird !?

    Wie auch immer… viel mehr regt mich auf, dass es z. B. hier in meiner Nachbarschaft immer mehr Leute gibt, die sich einen Hund anschaffen obwohl sie den ganzen Tag nicht zuhause sind. Die armen Tiere sind mehr oder weniger über viele Stunden sich selber überlassen. Ich finde diese Art der Hundehaltung überaus verantwortungslos !!!
    Dagegen sollte vorgegangen werden… von wem auch immer.
    Meiner Ansicht nach sollte ein Hund wie Familienmitglied behandelt werden und man sperrt ja seine „menschlichen Familienmitglieder“ auch nicht den ganzen Tag in der Wohnung ein !!!

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