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mein name ist frank, ich bin im märz 73 geboren und lebe derzeit zusammen mit meinem hund nemo (offiziell bester hund der welt) bei LA im schönen niederbayern. ich bin geschieden, sehr sarkastisch und einge leute schwören dass ich die vorlage für doctor house gewesen sein muss. wer mich mal gefahrlos sehen will hat bei trockener witterung gute chancen im englischen garten in münchen. auf der grossen wiese zwischen seehaus und dem chinesischem turm tobt nemo mit anderen hunden und ich bin nie allzuweit entfernt.

Königreich Amazon

Ich glaube ich war Kunde bei Amazon seitdem es den Store in Deutschland gibt, angezeigt wird im Konto zumindest 2001. Und es war ja auch nicht schlecht, so bequem vom Rechner oder später Handy aus seine Einkäufe zu erledigen – mit zumeist kostenfreiem Versand.

Viel habe ich da gekauft, es war auch zu verlockend. Etwas im TV gesehen, etwas gelesen, schwupp schon bestellt. Prime war eine große Hilfe dabei.

Und dann die Echos. Smart Home hielt bei uns Einzug, nicht wirklich gut, aber doch praktisch.

Und über sehr viele der sehr, sehr vielen Artikel die ich dort gekauft habe schrieb ich auch eine Produktrezension. Kurz, knapp, immer ehrlich. Ein paar hundert waren es zum Schluss.

Dann plötzlich aber konnte ich nicht mehr rezensieren.

Amazon hatte mich dafür gesperrt.

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Seltsam dachte ich, aber das muss sich ja aufklären lassen. Also schrieb ich eine Mail an Amazon.

Dort antwortete man mir dann so:

Ihre Community-Privilegien können aus einem der folgenden Gründe entzogen worden sein:

— Elemente Ihres Kontos weisen auf Beziehungen zu Verkäufern, Verlagen oder anderen Rezensenten der Produkte, die Sie bewerten, hin.

— Ihre Rezensionen wurden gegen Entschädigungen, z. B. Geschenkgutscheine für den Kauf des Produkts, Produkterstattungen, Rezensionen gegen Rezensionen sowie kostenlose oder reduzierte Produkte veröffentlicht.

— Sie haben als Gegenleistung für Ihre Rezension kostenlose oder reduzierte Produkte angefordert.

und dann noch

Dieser Entscheidung liegt eine ausführliche Prüfung Ihres Kontos zugrunde. Diese Entscheidung ist endgültig und Ihre Community-Privilegien werden nicht wiederhergestellt.

Wir können Ihnen keine weiteren Informationen zu dieser Entscheidung geben und werden auf weitere E-Mails zu diesem Problem eventuell nicht antworten.

Aha, man sagt mir also nicht, was ich genau getan haben soll, aber sie haben recht und das ist einfach so. Ich bin mir sehr sicher dass keiner der Punkte zutraf, wozu auch. Könnte man sogar prüfen, aber das will da wohl keiner.

Nun ist es so dass ich schon seit min. 15 Jahren auch geschäftlich mit Amazon zu tun habe.

Ich habe einen der Einkaufsmanager angeschrieben und ihm gesagt dass ich ihm das Geld für ein Projekt nicht auszahlen lassen kann weil sie gegen unsere Policies verstoßen haben und wir sie nun gesperrt hätten.

Er schrieb zurück und fragte was sie denn genau falsch gemacht hätten, sie wären sich keiner Schuld bewusst und ich schickte ihm einen Link zu den Richtlinien, bemerkte noch dass wir das genau geprüft hätten und die Entscheidung endgültig sei. Zudem würde ich ab jetzt auch nicht mehr antworten.

Zwei Minuten später hatte ich ihn am Telefon und er fragte ob ich nicht ganz dicht wäre, so etwas wäre ja das allerletzte.

Fand ich auch, hab’s ihm dann erklärt und er fand das ganz auch sehr seltsam. Aber ich wollte nicht dass er sich da involviert, mein Plan war ein anderer.

Von Freunden die in den USA bei Amazon arbeite wusste ich, dass jeder bei Amazon eine riesenangst vor dem CEO Jeff Bezos hat. Wenn der mailte blieb alles andere stehen.

Also schrieb ich dem netten Mann eine Mail und schilderte meinen Unmut, worauf ich wenige Tag später eine Mail bekam von einem Herrn der von Bezos den Auftrag bekam, der Sache nachzugehen.

Zwischenzeitlich hatte ich schon damit begonnen, meine Echos durch Google zu ersetzen und meine Einkäufe  woanders zu erledigen, aber ich dachte dass sich nun der Schwachsinn ja klären lassen muss.

Nun, “der Sache nachgehen” bedeutete am Ende, dass er die Abteilung die die Sperre setzte gefragt hatte was los sei und die wohl schlicht geantwortet hat: Hatte alles seine Richtigkeit.

Keine Begründung, kein Beispiel, nichts. Nur eine Behauptung.

Da ich ja weiß dass ich nichts falsches gemacht habe war mir klar, dass irgendjemand mit einer meiner vermutlich negativen Bewertung nicht einverstanden war und mich wohl einfach mal angeschwärzt hat. Scheinbar braucht man da auch keine Nachweise.

Dann fand ich das hier https://www.howtogeek.com/392608/i-called-out-a-counterfeit-item-on-amazon.-then-they-banned-me./

Ein sehr ähnlich gelagerter Fall und wenn man im Internet sucht findet man noch viele weitere. Es scheint also zumindest Methode zu haben.

Nun, bisher hat sich bei mir am Status nicht geändert, ich denke Amazon hat für sich beschlossen sein eigenes Königreich zu sein und was die Könige dort sagen stimmt. Ich wünsche denen mal einen Richter der ähnlich denkt….

Ich für mich habe nun nahezu alle Amazon Devices durch alternativen ersetzt, nur den Kindle leider noch nicht.

Die Einkäufe erledige ich via Idealo und fand dabei raus, das es oft wesentlich günstigere Angebote gibt als bei Amazon. Die kommen nicht unbedingt am nächsten Tag an, aber zumeist am übernächsten (wobei Prime ja auch nie wirklich am nächsten Tag lieferte).

Diese Woche hat in Deutschland Galaxus mit Digitech einen Wettbewerber ins Feld geführt der vieles besser macht als Amazon (ich kenne das Unternehmen aus der Schweiz) . Da werde ich mich wohl jetzt öfters umschauen, denn bei Amazon werde ich keinen Euro mehr lassen.

Leben mit den Bestien oder der gelebte rassismus

Wenn man wie ich zwei bösartige Hunde hat dann sieht man sich quasi täglich Ängsten, Anfeindungen, Unterstellungen, Gerüchten und sogar Aggressionen ausgesetzt.

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Einige Halter von “Kampfhunden” mögen das ja durchaus gut finden weil es irgendwelche persönlichen Defizite ausgleicht, als normaler, verantwortungsvoller Hundehalter der seine Tiere liebt ist es aber eher ein unschönes Erlebnis.

Dank der Medienberichterstattung (falls man das so nennen kann) haben viele ein sehr beschränktes Bild im Kopf wenn sie auf unsere Hunde treffen.

Dass die Straßenseite gewechselt wird ist noch die harmloseste Variante, gerne begleitet von einem “Oh Gott” oder so.

Menschen mit Kindern zerren diese sofort weg, wobei die Kinder in der Regel aber völlig unvoreingenommen sind und keine Angst zeigen, die sind noch nicht durch die Medien versaut.

Am schlimmsten sind aber zumeist die, die selber Hunde haben (und am allerschlimmsten die, die sich dann bei FB für Tierschutz einsetzen und so Statements abgeben wie “das Problem ist immer am anderen Ende der Leine”). Das gilt nämlich nur im Internet, nicht aber wenn man sich im echten Leben begegnet.

Positiv sind aber dann zumeist ältere Menschen, die sehen oft einfach nur einen Hund.

Triffst Du bei Gassi gehen auf andere Hundehalter hast Du zumeist zwei Phänomene:

1. Panik, Richtung wechseln, das weite suchen.

2. sich um gar nix kümmern und die zumeist  nichthörende Töle mal fix auf unsere Hunde zu rennen lassen (der macht nix).

Beides tolle Erlebnisse. Den einen würde ich gerne zeigen, dass unsere gut erzogen sind und nichts machen (wobei wir sie bei fremden Hunden gerne auch erst mal mit Maulkorb spielen lassen, was den einfachen Grund hat dass man in die Tiere nie reinschauen kann und ich ja den anderen Hund nicht kenne. Wenn der plötzlich beißt kann es schnell hektisch werden, der andere Hundehalter überreagiert und schon hast du den Salat (und bist am Ende eh an allem Schuld).

Bei den anderen ist es schlichtweg Leichtsinn. Das Tier kennt oft keine regeln, rennt kläffend auf zwei mächtige Hunde zu und der Halter lacht und freut sich. Dass der ach so freundliche Hund aber Aggression zeigt weiß er nicht. Oder dass ihm jegliche sozial Kompetenz abgeht.  Dass meine Hunde an der Leine auf Aggressionszeichen nervös reagieren will er auch nicht hören.

Auch da bist du der Depp wenn der macht ja nix Hund mal sehr deutlich angebellt wird und die Hunde zeigen, dass sie das nicht leiden können.

Weil dem so ist machst du vieleicht  irgendwann selber nen Bogen um die Leute, kommt ja eh nix Gutes bei rum. Was wiederum den anderen sagt dass die Hund gefährlich sein müssen. Ein Teufelskreis.

Wenige sprechen dich an, fragen was das für Hunde sind und ob sie gefährlich wären.  Die, dies es tun sind meist überrascht. Einige glauben dir aber dann trotzdem nicht. Aber sie haben zumindest gefragt.

Was besser ist als die, die nur rumerzählen. Man hat die Hunde mit Maulkorb laufen sehen, also sind sie gefährlich. Oft sind sie sogar 20180721_104543701_iOSohne, ob das denn erlaubt ist? Hey, wir trainieren die Hunde mit Korb, ab und an müssen sie den ja tragen und da ist es besser wenn sie es kennen…. Dass die einen Test bestanden haben und keine Auflagen haben? Unvorstellbar für viele.

 

Auch für die selbsternannten Tierschützer und Hundefreunde. Kampfhunde sind super, keiner wird aggressiv geboren, Free Chico und so.  Es sei denn die wohnen in der Nachbarschaft. Dann ist es was anderes. Meine Nachbarin hat gleich mal das Ordnungsamt verständigt weil sie sich nicht mehr in den Garten traut wegen meiner “Kampfhunde”.  Ein Hund war, als er ganz frisch bei uns eingezogen war, einmal unter dem Zaun durch und hat die Hasen angeschaut. Wenige Sekunden später war ich aber auch über dem Zaun, hab ihn geholt, mich entschuldigt und den Zaun gesichert dass das eben nicht passieren kann (und es soll auch gar nicht passieren, auch wenn der Hund lammfromm ist).

Alles OK hieß es da noch.  Aber dann schnell anschwärzen (und dann abstreiten wenn man sie darauf anspricht). Sehr ärgerlich sage ich euch, vor allem wenn deren Hunde schon mehrfach bei uns eingedrungen sind und einer von denen meinen alten Hund auch schon heftig gebissen hatte. Aber das ist ganz was anderes.

Mit Kampfhunden erlebst du also täglich Rassismus. Das, was im normalen Leben nicht sein darf (hey, das sind nur Einzelfälle, nicht alles Flüchtlinge / Afghanen/ Syrer/ Schwarzen etc sind so) wird bei diesen Hunden umso lieber angewandt. Alle werden in Sippenhaft genommen, auch wenn sich das nicht wirklich rechtfertigen lässt. Hier sind immer alle gleich, da gibt es dann keine Einzelfälle. Und da der Staat spiel das fleißig mit, erstellt diskriminierende Gesetze für Kampfhunderassen und bastelt Listen, Verbote und Verordnungen.

Am Ende geben dann gar nicht so wenige auf und  ihre Hunde ins Tierheim (wenn sie Glück haben).

Schade.

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Listenhund anschaffen

Wie man ja weiß nennen ich einen Listenhund der Kategorie 2 mein eigen – ein Tier was ich wirklich liebe und ich würde noch viele weitere dieses Art aufnehmen, wenn es denn ginge.

Ich lese auf den gängigen Seiten bei Facebook unter den zu vermittelnden Hunden immer wieder den Wunsch, einen solchen Hund sein eigen zu nennen. Das liegt aber oft mehr am Ausssehen oder der Rasse und die wenigsten haben sich wirklich damit auseinandergesetzt  was es bedeutet, einen solchen Typ Hund zu übernehmen.

Du willst also  einen Listenhund und wohnst nicht in einem der beneidenswerten Bundesländer die keine Rasseliste haben?

Dir sollte im Vorfeld klar sein dass das richtig Geld kostet…(hier am Beispiel Bayern):

  1. Anschaffung: Tierheime nehmen im Schnitt 350 Euro Schutzgebühr (völlig zurecht übrigens)
  2.  1. behördlicher Bescheid bei der Anmeldung in der Gemeinde dass Dein Hund einen Wesenstest / Gutachten braucht – 150 Euro
  3.  Wesenstest – etwa 250 Euro (abhängig vom Aufwand auch mehr)
  4.  2. Bescheid dass der Hund (hoffentlich) von allen Auflagen befreit wird (Negativzeugnis) – bis zu 400 Euro
  5.  Hundesteuer: Abhängig von der Gemeinde, aber im Schnitt leicht 200 Euro pro Jahr, in den Städten auch gerne um die 1000 Euro.
  6. Haftpflichtversicherung für Hundehalter (50-100 Euro)

Das sind mal ganz leicht 1200 Euro die in den ersten 3 Monaten fällig werden.

Dazu kommen die Tierarztkosten die für so einen in der Regel nicht kleinen Hund auch nicht wirklich gering sind, Hundeschule / Vorbereitungen für den Wesenstest, ggf. notwendige Maßnahmen das Grundstück zu sichern usw.

Und der Wesenstest, so seltsam wie das klingen mag, muss oft auch bei einem Umzug neu gemacht werden (auch wenn es nur ins Nachbarhaus wäre) – was zwar in der Auslegung der Gemeinde liegt, aber viel Nachsicht braucht man sich mit einem Listi nicht erhoffen – das sind dann wieder mal 600 Euro.
Bei einem Umzug in eine andere Gemeinde ist das auf jeden fall notwendig…

Zudem sollte jedem klar sein dass diese Tiere sehr anspruchsvoll sind.  Nicht unbedingt der Hund selber, aber der Aufwand den man betreiben muss. Ein Listenhund steht pauschal unter Verdacht, deswegen muss er alles besser machen, wirklich hören und der Besitzer ist gefordert, die Lage immer richtig einzuschätzen und zu kontrollieren (und das ist oft leichter gesagt als getan).

Es sind schöne Tiere, aber auch starke, oft sehr eigenwillige (aber unglaublich liebenswerte) – man sollte sich auch vorher überlegen ob man denn auch körperlich so einen Hund unter Kontrolle bringen kann – es ist halt wirklich anstrengend (was aber natürlich mit genügend Zeitinvest und Ehrgeiz alles zu lösen ist – nur muss man beides erst mal haben).

Die Heime sind voll von Tieren deren Halter sich über all das nicht im klaren waren. Oder meinten sie seien schlauer und ihre Hunde als was weiß ich angegeben haben.

Überlegt Euch also wirklich gut was ihr tut und ob ihr euch das wirklich Leisten könnt – vor allem den Tieren zu liebe.

Sonnenschein nach dunkler Nacht

Lange habe ich mit mir gerungen.

Es war wie eine Hand, die mich fest umschlungen hielt. Zwiespältige Gefühle, Trauer, Angst.

Nie wieder wollte ich einen Hund, wo ich doch den einen, besten, verloren hatte.  Ein anderer Hund, das wäre ja fast wie Verrat.

Und dann siehst du in all diesen Bildern auf Facebook plötzlich dieses eine Bild. Dieses eine Geschöpf und du fühlst dass es richtig wäre.

Die kleine “Schwester” von Nemo. Ganz anders. Ganz wahr.

Sie macht es nicht vergessen, sie ersetzt nichts. Aber sie füllt die Leere und bringt Licht zurück.

Willkommen Sunny.

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