Archiv der Kategorie: die Welt

aus dem Ausland

are you guys from Deutschland?

Gestern Morgen beim Starbucks spricht die Verkäuferin uns an ob wir aus Deutschland wären.

Ja, aber warum sie das denn fragen würde entgegneten wir. Ob wir Ihr sagen könnten was das hier bedeuten würde fragte sie, schob einen Ärmel nach oben und zeigte uns auf der Innenseite des Unterarms ein tattoo. Dort stand in schwungvoller Schrift:

KAMPFSTÄRKE

Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Wie kann man sich etwas auf den Arm schreiben lassen ohne zu wissen was das genau bedeutet? Wir haben dann darauf verzichtet sie zu verarschen (ich wollte ja, so was wie: bedeutet „ich machs umsonst mit jedem“) aber so früh am Morgen war das keine gute Idee. Vermutlich hätte sie daraufhin ein Krokodil gesucht dass den Arm abbeisst.

Wir haben ihr dann erklärt was es bedeutet, nicht gesagt dass man das Wort bei uns so eher nicht benutzt und auf ihr vorsichtiges: „It has a meaning in an emotional way, right?“ mit nem geheuchelten „ja“ geantwortet und ihr somit vermutlich den Tag gerettet.

Manche Leute sind einfach ganz schön blöd…

Mehr aus den USA

Der heutige Tag war entspannt. Zwar ist der Sonntag quasi ein normaler Arbeitstag hier, wir jedoch habe frei.

Wir, das sind mein geschätzter Ex-Controller Markus und ich und wir sind erst mal Essen gegangen, mit einem US-Kollegen und seiner Frau. Die beiden haben stolze 11 (in Worten: Elf) Kinder und sind super nett und ich fand es wäre ne gute Idee sie mal einzuladen. Thai war angesagt – weil das mit nem Vegi wie mir am einfachsten geht 😉

Eine Premiere gab’s dabei: Die Familie ist extremst religiös und so kam es dass ich zum ersten mal in meinem Leben ein Dankgebet vor dem Essen hatte.Das hat offenbar gewirkt denn es war ziemlich lecker…

Danach sind wir ein wenig durch die Umgebung gecruised und dann bei den Snoqualmie Wasserfällen gelandet – die wir schon im letzten Jahr angeschaut haben aber dennoch so schön sind dass man sie auch zweimal besuchen kann.

Anstelle eines Bildes hier mal ein kurzes Video.

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Land of the …

Nach zwei Tagen habe ich mich nun weitestgehend eingelebt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ist auch in Richtung USA nicht allzu schwierig, länger aufbleben fällt ja meistens leichter als früher aufstehen 😉

Wir haben nun brav jeden Morgen brav unseren Starbucks Kaffee getrunken und uns durch den typischen US Verkehr gekämpft. Hier fährt jeder alleine mit seinem Auto zur Arbeit, die Spur für Carpools (da müssen nur zwei Leute drin sitzen) ist meistens frei. Der Sprit ist teuer geworden, die Gallone (etwa 3,8 Liter) Benzin kostet rund 3,20 Dollar (also etwa 0,56 Euro pro Liter). Da können wir in Deutschland zwar nur von Träumen, für die Amis ist das aber ziemlich teuer.

Energiesparen ist hier trotzdem angesagt, wir haben heute in der Firma zwei Energiesparlampen geschenkt bekommen…

Scheint auch nötig, eine Stadt wie Seattle sieht nämlich Nachts so aus (ja, verwackelt, es war frisch, ich hatte nur ein T-Shirt an und wir waren ziemlich weit weg…)

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Beim Hausbau haben wir auch zugeschaut…. Kostet etwa eine Million Dollar, so ein schickes Spanplattenhaus in Seattle.

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Vorhin waren wir dann noich schnell was einkaufen, im Walmart Super Center gab es aber leider nichts was der Vegetarier einfach so hätte kaufen können. Unfassbar. Dafür gibt es aber Elektromobile für dicke Leute damit die noch mehr fettes Zeugs einkaufen können ohne sich zu bewegen. Konnte leider nur aus der Bewegung raus ein Foto machen (sonst wäre ich da hochkant rausgeflogen). cimg1234.JPG

Unglaublich wie dick hier alle sind. Jedes mal wundere ich mich aufs neue. Ich habe dort für Angi M&M’s gekauft, Typ Peanutbutter. Die haben vermutlich eine Kilotonne Kalorien, da Angi aber schwanger ist wollen wir mal nicht so sein. Und für mich gab’s etwas dass der Deutsche Staat freundlicherweise mit einer sinnfreien Alkopopsteuer vom Markt gefegt hat : Bacardi Rigo. Im Sixpack.

Die spannendste Sache läuft aber gerade beinahe unbemerkt ab: Der oberste Gerichtshof der USA hat sich nach langem zögern nun ausgerechnet im Wahljahr entschlossen über eine der Grundfesten der Amerikanischen Verfassung zu entscheiden.

Es geht um den Zusatzartikel 2 der nach derzeitiger Auslegung jeden Amerikaner berechtigt eine Waffe zu tragen:

ZUSATZARTIKEL II
Da eine gut ausgebildete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates erforderlich ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.

Es gibt bereits einige Urteile kleinerer Gerichte die dieses Recht nur den miltianten Gruppen (Nationalgarde etc.) zuspricht, bisher hat das höchste Gericht aber eine Verhandlung abgelehnt. Man darf gespannt sein, denn es ist keineswegs sicher dass hier im Sinne der Waffenlobby entschieden wird. (mehr dazu: USA Today)

Seattle Downtown am Morgen

Die erste Nacht ist überstanden. Sie war kurz aber dafür produktiv, die schlaflose Zeit habe ich zum abarbeiten liegen gebliebener Sachen genutzt und einige Telefonate nach Europa geführt.

Jetzt ist es gerade hell geworden und der Blick aus dem Hotelzimmer offenbart einen malerischen Blick auf eine Baustelle 😉

Halb so wild im Land der Klimaanlagen und nicht zu öffnenden Fenster, hören tut man fast nichts.

Die ersten Starbucks Coffees sind auch schon konsumiert, Gespräche mit den Kollegen im Hotel geführt und dan geht’s gleich nach Redmond auf den Campus.

Wettermässig sieht’s derzeit nicht so toll aus, scheint aber trocken zu bleiben. Was mich für meinen betagten Mietwagen freut, einen Ford Taurus. So was kennt man sonst nur aus amerikanischen TV Serien.

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