Archiv der Kategorie: unterwegs

Berichte von privaten und Geschäftreisen, Touren mit dem Motorrad oder Spaziergängen mit Nemo.

WALMART

Ein Besuch im Walmart Supermarkt ist irgendwie immer ein Erlebnis.
Da ist irgendwie einfach alles riesig: Die Einkaufswagen, der Markt, die Packungen (alles immer extra large damit man ja noch dicker wird) und auch die Kunden.

Und wenn man dick genug ist bekommt man kostenlos ein Elektromobil zum Einkaufen gestellt….

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Und die Dame hier war noch eine der schlankeren mit Emobil im Markt. Und nein, ich habe nichts gegen dickere Menschen, nur ist es hier in den USA wirklich extrem. Alles XXXL und die Leute kaufen und konsumieren auch so.

Aber dafür gab es dann auch was feines: Spielzeug für’s Kind

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und Peanut Butter M&M’s für Angi – letztes mal hatte ich versehentlich die falschen mitgebracht. Davon wird man aber vermutlich in kurzer Zeit so füllig wie die Dame oben….

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wieder mal Seattle

Gestern habe ich mich um halb sechs Uhr morgens aufgemacht um wie jedes Jahr um diese Zeit beruflich nach Seattle zu reisen.

Der Flug war erfreulicherweise nicht ganz ausgebucht so dass ich es mir auf zwei Sitzen gemütlich machen konnte, wie das Leben so spielt waren leider recht viele Kleinkinder an Bord und der Lärmpegel entsprechen hoch (hasst mich dafür, aber ich denke die gehören nicht in eine Flugzeug. 9 Stunden Geschrei lassen auch den gelassensten Reisenden dunkle Gedanken bekommen).

Um den Lärmpegel zu reduzieren habe ich mich kurz entschlossen in eine Ausgabe gestürzt die ich seit dem nicht mehr vermissen mag: Ein Bose Headset mit eingebauter Lärmreduzierung. Das Ding misst die Geräusche in der Umgebung und erzeugt Gegensignale die sich dann gegenseitig aufheben. Das Ergebnis ist: Ruhe…

So ausgerüstet habe ich dann im Flieger gleich mehrere Filme anschauen können, das Programm war wirklich gut, und so sah ich “The social network”, “Verrückt nach Dir”, “Wallstreet 2” und “Morning Glory”. Die Zeit vergeht doch viel schneller wenn man was zum anschauen hat…

Im Flugzeug dann zwei Neuerungen der paranoiden Amerikaner: Man darf sich nicht mehr in Gruppen (das sind dann schon zwei Leute) auf dem Gang befinden…. Das ist vor der Toilette manchmal gar nicht so leicht, liebe Amis.

Die zweite Neuerung war eine gute, endlich muss man das seit der Einführung von ESTA an sich überflüssige grüne Einreisedokument nicht mehr ausfüllen. Sehr erfreulich, bin mir eh sicher dass es in den USA einen ausgehölten Berg gibt wo die ihre ganzen Formulare einlagern.

Die Einreise war wie immer nervig. Von 8 oder 9 Schaltern natürlich nur 4 offen, entsprechend groß der Andrang. Vor mir eine Schulklasse aus Asien, alle ohne Englischkenntnisse. also neue Schlange von Officer angewiesen bekommen, dieses mal hinter einer 6 Köpfigen Familie aus Russland. Auch da sprach keiner Englisch.

Dadurch dauerte schon die Einreise fast eine Stunde, das mag man wenn man vorher 9 Stunden im Flieger saß….

Wenigstens klappte dann alles bei Avis, karre war da und in Ordnung, draußen dann aber der Schock: Schnee.

Was in Deutschland kein Problem ist wird hier in der Region schnell zum Chaos. Es gibt (fast) keine Fahrzeuge mit Winterreifen, alle fahren riesige Autos mit viel PS und verlieren sofort die Kontrolle darüber. Schneeräumen und Salzen? Nur in Ausnahmefällen auf sehr wenigen stellen – und auch da nur unregelmäßig.

Bin dann also Richtung Hotel gerutscht, einchecken war easy, Zimmer seit dem letzten Jahr frisch renoviert (so wild war’s doch gar nicht….).

Erst mal etwas arbeiten vom Zimmer und dann schnell ab zum Starbucks auf nen Coffee, der Jetlag muss ja bekämpft werden. Danach ins City Center auf den Food Court wo man an diversen Schnellrestaurants essen kann.

Ich entschied mich für Sushi, hab eh schon zu viel auf den Hüften und Sushi in einer Stadt die am Meer liegt ist was feines.

Heute früh dann ab vier Uhr schlaflos in Seattle, also auf und ab ins “Gym”, etwas Sport treiben. Um halb sechs zurück aufs Zimmer, duschen, einige Mails bearbeiten und wieder zum Starbucks. Draußen fiel mir auf dass die Straßen glatt waren und viele Autos recht viel Schnee auf der Karosserie hatten. Nicht gut…

Um 8.30 dann Auto geholt, auf nach Redmond zum Microsoft Campus. Dabei dann gelernt dass auch auf den Interstates nicht zwingend Schnee geräumt wird, die Fahrt dauerte entsprechend länger und je weiter ich nach Redmond rein furh umso glatter wurde es. Der Weg war gesäumt von diversen Autowracks, wobei die Straßen recht leer waren, sonst herrscht um diese Uhrzeit immer ein mordsverkehr, aber bei Schnee bleibt man in den USA hakt daheim.

Wohlgemerkt, hier sind etwa drei Zentimeter Schnee gefallen….

Jetzt sitze ich im Menschenleeren Office, auch hier sind die meisten daheim geblieben und arbeiten von da aus. Meetings von heute sind fast alle auf morgen verschoben worden, dafür bot sich aber die Gelegenheit mit einigen anderen Termine zu vereinbaren die sonst eher keine Zeit gehabt hätten.

Leerer Parkplatz vor dem Microsoft Studio D

Mal schauen was der Abend so bringt, von morgen noch gar nicht zu denken… der Wetterbericht sagt zwar keinen Schnee, dafür aber kältere Temperaturen vorher. Dann friert der abgeschmolzene Schnee auf den Straßen und es wird richtig lustig.

England at night

Eigentlich müsste es Reading at night heißen, ein Vorort von London wo ich die letzten Tage und Nächte verbracht habe.

Reading ist eine typische englische Stadt, etwas dreckig, kleine Geschäfte mit orientalischen Namen und Inhabern.

Abgestiegen sind wir (beruflich) im Malmaison, einem für englische Verhältnisse günstigem Hotel das noch nicht ganz so abgefuckt ist wie die alten eingesessenen Hotels am Ort.

Gestern Nacht war in der benachbarten Bar wohl Punkrock Night. Direkt unterhalb meines Fenster dröhnte Punk Musik bis in die frühen morgenstunden.

Hab ja kein Problem damit, wenn ich nciht seit drei Tagen in recht langatmigen Besprechungen sitzen würde die echt anstrengend sind und wo man froh ist wenn man mal schlafen kann – zumals man am nächsten Tag ausgeschlafen sein muss.

Um die Musik wegzuhaben schaltete ich den Fernseher ein. Gibt da leider nur sechs Kanäle, allesamt aus England. Ich werde mich aber nun nie wieder übers Dschungelcamp beschweren, denn da laufen noch seltsamere Sachen.

Auf Channel 4 verfolgte ich kurzfristig “The joy of teen sex”, eine Sendung für Teenager die quasi aufgeklärt werden sollen, auf mich aber irgendwie so sehr grotesk wirkte dass ich vor lachen fast aus dem Bett fiel. Da wird nix versteckt und so durfte der Zuschauer mit ansehen wie einem jungen Engländer die Hoden abgetastet wurden weil er Angst hatte krank zu sein – sein Sperma sah für ihn seltsam aus. Stellte sich aber heraus dass er das mit einem Porno verglichen hat und die Dame die vorher noch seine “Balls” betastete erklärte ihm dann auch fein den unterschied Film / Wirklichkeit.

Dann wurde ein junger schwuler beraten, der hatte Angst vorm ersten mal. Dem wurde Gleitcreme gegeben, erklärt wie man sie benutzt und ein Sextoy für den Hintereingang verabreicht damit er üben könne.

Die Krönung aber war “in Bed with (Name vergessen der da Stand”, hier ist ne junge Reporterin unterwegs um – keine Ahnung was sie eigentlich macht, sie stand zumindest in einem Piercing Studio, man zeigte Bilder von Vaginal Piercings und dann…. kam ein Kerl vorbei, so gerade 18 denke ich, und bekam einen Prince Albert verpasst. Vor der laufenen Kamera, Reporterin und der zuschauenden Nation.

Ich weiß jetzt dass das offenbar ziemlich weh tut und ich es mir auch nicht zwingend anschauen möchte wenn sich jemand da piercen lässt.

Da hab ich doch lieber weiter Punkrock gehört, war besser als das Gejammere des Gepierceten….

Blitzeis

Heute beim Spaziergang mit Nemo am Morgen fing es plötzlich an zu regnen.

Natürlich genau da wo es keinen Sinn mehr macht umzudrehen und man auf jeden Fall richtig Spass hat 😉

Nass bin ich allerdinmgs nicht geworden, der Regen gefror selbst auf der Jacke zu einem dicken Panzer.

Auch auf dem Untergrund gefror der Regen sofort und so waren die Strassen und Wege binnen weniger Minuten mit einer dicken und vor allem glatten Eisschicht bedeckt.

Sieht ganz nach einem Tag aus an dem man besser daheim bleibt….