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Ein Dorf im Ausnahmezustand

Letztes Wochenende hatten die Festivitäten zur 1250 Jahrfeier meines derzeitigen Wohnortes “Buch am Erlbach” ihren Höhepunkt.

Nachdem über Wochen hinweg (ich glaube seit Januar oder Februar) ein historisches Dorf im Dorf aufgebaut wurde (alles von den Bürgern selbst!) zogen am Freitag dann die Bewohner in das selbige ein. Hatte schon ein wenig etwas von Big Brother oder Zoo, war aber wirklich toll gemacht. Im Dorf waren den historischen Epochen nach Hütten und Zelte aufgebaut so dass man beginnend bei der Steinzeit über Kelten und Römer alle wichtigen Abschnitte der letzten 1250 Jahre (und darüber hinaus) anschauen konnte.

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Die Bewohner waren passend zu den dargestellten Zeiten gekleidet und es roch auch ein wenig wie vor 1000 Jahren (was aber wohl am Qualm der Feuer und am Bier lag 🙂 )

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Neben Musik und programmatischen Inhalten an den Abenden und den Tag durch war am Sonntag dann, bei bestem Wetter, der große historische Umzug.

Da offenbar das halbe Dorf teilnahm (wohl über 1000 Personen) müssen die tausenden Besucher wohl aus dem Umland gekommen sein, jedenfalls war mächtig was los und anschließend wurde noch g’scheid gefeiert. Hatte ein bisschen was von Karneval und damit fühlte ich mich umso heimischer 🙂

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Schee woars.

Schilda

Wenn man solche Schilder aufstellt und anschließend 3,- Euro kassiert damit die Leute aufs Eis dürfen braucht man sich nicht wundern wenn die von keinem mehr Ernst genommen werden….

Aufgenommen am Hinterbrühler Weiher in München wo wir wie etwa halb München die Idee hatten Eistockschiessen zu probieren 🙂

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Wie der Staat sein Pfründe sichert

Seit dem 1.1.09 darf online kein Lottoschein mehr abgegeben werden. Bzw. genauer: Es darf online weder dafür geworben werden noch dürfen Scheine vermittelt / angenommen werden.

Angeblich dient dies dem Schutz der Bürger vor den Gefahren der Spielsucht. Diese ist zwar beim Lotto noch überhaupt nicht nachgewiesen, trotzdem hat man es jetzt erst mal verboten.

Es scheint ein wenig unwahrscheinlich dass jemand der Spielsüchtig ist zwei mal die Woche wie irre Lotto tippt, zudem könnte man gerade beim Lotto die Gefahr ja bestens erkennen da der Nutzer ja seine Daten angeben muss.

Vielmehr dient das ganze offenbar dem sicher der staatlichen Pfründe, das Glückspielmonopol bringt ja einiges ein… Wobei man sagen muss dass auch die privaten Vermittler reichlich Steuern und Abgaben leisten die dem staatlichen Säckel nun wohl zu großen Teilen fehlen werden.

Die privaten Anbieter klagen zwar gegen die Verordnung, das kann aber dauern da sich bei den Verfahren erstaunlich viel Zeit gelassen wird. In der zwischenzeit werden die Mitarbeiter der Anbieter halt arbeitslos, alleine bei Tipp 24.com sollen etwa 150 Jobs betroffen sein. Wie schön in diesen guten Zeiten.

Gleichzeitig aber wird der ach so gefährdete Bürger mit Pokerspielen auf diversen TV Sendern bombadiert und alleine hier in der näheren Umgebung haben drei neue Spielhöllen aufgemacht in denen der Spieler rund um die Uhr an Automaten zocken kann.

Ich finde dass hier mal wieder das Pferd von hinten aufgezäumt wird und unter fadenscheinigen Gründen der Staat versucht sein Säckel zu füllen. Dass es hier wirklich um Suchtprävention geht glaube ich jedenfalls nicht. Wenn eine Gefahr beim Lotto nachgewiesen wäre dann sähe die Sache anders aus, aber solange dies nicht der Fall ist sollte man den Hammer mal da ansetzen wo die Gefahr wirklich herkommt.

Ein guter Bericht dazu findet sich auch hier bei der Financial Times Deutschland, ist zwar schon einige Tage alt aber dennoch sehr lesenswert.

Brot und Spiele

Gestern und heute war ich mit der Abteilung auf einem Retreat am Chiemsee. Der beste Hund der Welt war in der Zwischenzeit in der Hundepension im Nachbarort untergebracht und war dank zahlreicher Hundedamen der Hahn im Korb.

Retreats dienen ja letztlich dem Zusammenfinden der einzelnen Mitarbeiter, man soll gemeinsam Spaß haben und eine gute Zeit verbringen und den Arbeitsstress in den Hintergrund rücken.

Dieses Jahr waren wir also am Chiemsee und haben zunächst eine “Go East” Rally gemacht. Zwanzig Trabbis standen bereit um zweier oder dreier Teams um den Chiemsee zu chauffieren und dabei die ein oder andere Aufgabe und Frage (im Zusammenhang mit der DDR) zu lösen.

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Hat einen Mörderspaß gemacht, man kann auch mit ner Plaste lustige Fahrmanöver machen und die Beifahrerin schocken 😉

Nach der Rally und einem leckeren Abendessen ging es  dann in eine Disco wo wir bis, äh, ungefähr, also, sagen wir mal ziemlich lange ordentlich gefeiert haben. Wodka Cranberry ist einfach lecker…. Heute Vormittag fühlte ich mich dann trotzdem einigermaßen gut und wir sind noch mit der Seilbahn die Kampenwand hinaufgefahren. Mittendrinn hielt das Ding plötzlich an und wir machten noch Späße dass unter uns gerade wenigstens 100 Meter nichts ist und es ganz schön blöd wäre da an einem Seil runter zu müssen. Fand aber ein Kollege gar nicht so lustig…  Nach einigen Minuten fuhr die Bahn dann wieder und wir haben auf der Hütten noch eine ordentliche Brotzeit gemacht.

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Schade dass wir so was nur einmal im Jahr machen 😉

Jetzt bin ich jedenfalls wieder daheim und Nemo schmollt ein wenig weil ich ihn alleine gelassen habe… Aber das wird sich mit einem Rinderohr wohl wieder regeln lassen.

Good bye Transrapid

Auf dem Weg zum Supermarkt im Flughafen wo ich für einen Kollegen aus den Staaten noch was kaufen wollte bot sich gestern in den frühen Morgenstunden ein ganz besonderes Bild:

iFlickr 

Der dort aufgestellte Info Transrapid wurde abgebaut (ich glaube der stand schon seit etwa  acht Jahren da rum), damit hat sich das Thema dann auch aus dem Blickfeld der Flughafenbesucher verabschiedet.

Bin mal gespannt mit welcher Massnahme die dafür eingeplante Milliarde jetzt verbrannt wird.