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Reise mit Hindernissen

Kommenden Mittwoch steht mein alljährlicher USA Trip an und da die SAS die Verbindung nach Seattle eingestellt hat muss ich dieses Jahrmit der Lufthansa via Frankfurt reisen.

An sich ist das echt ne tolle Sache, die SAS Verbindung war über Kopenhagen und die Flieger der SAS waren nicht wirklich angenehm, zudem ging bei der Rückreise irgendwie immer das Gepäck in Kopenhagen verloren oder der Anschlußflieger nach München war schon weg.

Alles in allem also eine gute Sache, Lufthansa, ja… wenn die nicht ausgerechnet dann einen viertägigen Streik ausgerufen hätten der ausgerechnet in meine Abflugzeit fällt.

Angeblich sind die Transatlantikflüge nicht direkt betroffen, es soll wohl mehr die innerdeutschen Verbindungen treffen. Beruhigt mich nicht wirklich, ich muss ja irgendwie von München nach Frankfurt kommen und der Flieger nach Seattle geht um 10.00 Uhr, heißt also um 8.00 da sein.

Die Lufthansa empfiehlt die Deutsche Bahn. Auch schön, entspannt im Zug nach Frankfurt reisen. Leider müsste ich dafür um 3.00 Uhr früh in den schimmeleigen Zug steigen um dann vier Stunden damit nach Frankfurt zu rollen. Bleibt die leise Hoffnung auf eine andere Airline… vermutlich sind die nur schon alle gut gebucht denn München Frankfurt ist eine gefragte Verbindung.

Allerdings ist mir der Streik auf dem Hinweg allemal lieber als auf dem Rückflug. Wenn ich heim will kann ich so Späße gar nicht gut leiden (evil)

Der Sonderflugplan der laut Lufthansa heute Nachmittag veröffentlicht werden soll ist zumindest noch nicht online, bis dahin habe ich zumindest noch die theoretische Möglichkeit wie geplant reisen zu können.

Also erst mal abwarten und Tee trinken. Oder besser Kaffee.

Nachtrag 21.07: Nun hat man auch die Auslandsflüge gestrichen und ich muss meinen gesamten Plan ändern. damit verpasse ich evtl. den Geburtstag meines Juniors. Meine Symphatie für Lufthansa Piloten tendiert gegen Null. Arxxxkrampen, überbezahlte…

Hallo BILD am Sonntag: Habt Ihr da nicht was vergessen?

Die Bild am Sonntag hat heute als Schlagzeile:

Schluss mit Super-Gehältern für Manager!

Bei BILD Online kann man die Einkommen der meisten Dax Vorstände nachsehen. Leider vergisst man dort das Jahresgehalt des eigenen Vorstands zu erwähnen. Es wird leider??noch nicht mal im Jahresbericht der Axel Springer AG einzeln erwähnt (weil??Wettbewerber auch keine Zahlen publizieren würden) da die Hauptversammlung gegen eine Publizierung der einzelnen Gehälter gestimmt hat.

Die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds
wird nicht unter Namensnennung offengelegt, da die insoweit relevante
Ziffer 4.2.4. Kodex die namentliche Offenlegung der Vorstandsvergütung
ausdrücklich unter den Vorbehalt eines abweichenden
Beschlusses der Hauptversammlung mit qualifizierter Mehrheit
stellt. Einen entsprechenden Beschluss hat die Hauptversammlung
der Axel Springer AG am 27. April 2006 mit der erforderlichen
Mehrheit gefasst. Zudem veröffentlichen auch Wettbewerber der
Axel Springer AG die Bezüge nicht individualisiert.
(Quelle: Jahresabschlussbericht 2006??Axel Springer AG)

Laut Jahresabschlussbericht 2006 verdiente der Spingervorstand stolze 6,864 Millionen??Euro an festen Bezügen, dazu kommen noch weitere 3,973 Millionen Euro an variablen Bezügen.??

Im Geschäftsjahr 2006 betrugen die festen Bezüge der Vorstände der Axel Springer
AG TEUR 6.864 (Vorjahr: TEUR 6.849). Die Summe der variablen
Bezüge belief sich auf TEUR 3.973 (Vorjahr: TEUR 3.304). Die
Vorstandsmitglieder haben Versorgungszusagen erhalten, für die im
Geschäftsjahr 2006 ein Betrag in Höhe von TEUR 333 (Vorjahr:
TEUR 229) den Pensionsrückstellungen zugeführt wurde.
(Quelle: Jahresabschlussbericht 2006??Axel Springer AG)

Und der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner?????Es sind angeblich 5 Millionen Euro pro Jahr, also in etwa so viel wie der auf PLatz 5 der Hetzliste stehende METRO Chef Körber. Was verdient denn wohl der einfache Springer Mitarbeiter? Oder der Angestellte bei PIN wo noch nicht mal Mindestlohngezahlt werden kann?

greise Verschwörung

Heute 08.30 Uhr im Aldi. Dichtes Gedränge, offenbar finden die Angebote regen zuspruch. Nur eine Kasse geöffnet.

Kassiererin: „Sie dürfen dann auch an Kasse 2 auflegen“ – vor mir setzt sich ein greises Duo mit einem prall gefüllten Wagen in Bewegung, ich direkt dahinter, im Wagen drei Artikel.

Der Mann fängt an das Band zu füllen. Langsam. Sehr langsam. Aber geordnet. Er baut verschiedene Haufen – kein gutes Zeichen, deutet meist auf getrennte Abrechnung für Bekannte hin. Die neue Kassiererein kommt, setzt sich und bekommt sofort erklärt dass sie noch nicht anfangen kann. Der vorderste Haufen ist noch nicht fertig…. Seine Frau trägt noch weitere Waren heran – langsam, sehr langsam.

Ich warte mit meinen drei Teilen geduldig, schließlich habe ich ja Respekt vor dem Alter. Innerlich wünsche ich die beiden aber an einen ganz dunklen Ort. Ich warte und warte. Gefühlte 30 Minuten und die Haufen füllen sich, ich schätze es sind drei oder vier. Langsam, sehr sehr langsam.

Dann die Erlösung aus der qualvollen Starre: Die Kassiererin winkt mich an der geschlossenen Kasse 1 vorbei und rechnet mich ab. Ein Blick auf die Uhr zeigt: vier Minuten an der Kasse vertrödelt, doch nicht so schlimm wie gefühlt.

Als ins Auto steige sehe ich wie der Mann immer noch seine Haufen stapelt…

Die Strafe für meine bösen Gedanken beklam ich dann zehn minuten später als ein Golf ohne Blinker zu setzen plötzlich vor mir auf die Spur zieht um den LKW mit 100km/h zu überholen. Glücklich dass es ABS gibt und dass auch die Autos hinter mir noch bremsen konnten warte ich dass er wieder rechts rüber fährt. Das dauert. Und dauert….

Irgendwann dann doch: Ich blicke ins Wageninnere und sehe am Steuer einen greisen Mann… ich mag da nicht an Zufall glauben 👿