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wieder mal Seattle

Gestern habe ich mich um halb sechs Uhr morgens aufgemacht um wie jedes Jahr um diese Zeit beruflich nach Seattle zu reisen.

Der Flug war erfreulicherweise nicht ganz ausgebucht so dass ich es mir auf zwei Sitzen gemütlich machen konnte, wie das Leben so spielt waren leider recht viele Kleinkinder an Bord und der Lärmpegel entsprechen hoch (hasst mich dafür, aber ich denke die gehören nicht in eine Flugzeug. 9 Stunden Geschrei lassen auch den gelassensten Reisenden dunkle Gedanken bekommen).

Um den Lärmpegel zu reduzieren habe ich mich kurz entschlossen in eine Ausgabe gestürzt die ich seit dem nicht mehr vermissen mag: Ein Bose Headset mit eingebauter Lärmreduzierung. Das Ding misst die Geräusche in der Umgebung und erzeugt Gegensignale die sich dann gegenseitig aufheben. Das Ergebnis ist: Ruhe…

So ausgerüstet habe ich dann im Flieger gleich mehrere Filme anschauen können, das Programm war wirklich gut, und so sah ich “The social network”, “Verrückt nach Dir”, “Wallstreet 2” und “Morning Glory”. Die Zeit vergeht doch viel schneller wenn man was zum anschauen hat…

Im Flugzeug dann zwei Neuerungen der paranoiden Amerikaner: Man darf sich nicht mehr in Gruppen (das sind dann schon zwei Leute) auf dem Gang befinden…. Das ist vor der Toilette manchmal gar nicht so leicht, liebe Amis.

Die zweite Neuerung war eine gute, endlich muss man das seit der Einführung von ESTA an sich überflüssige grüne Einreisedokument nicht mehr ausfüllen. Sehr erfreulich, bin mir eh sicher dass es in den USA einen ausgehölten Berg gibt wo die ihre ganzen Formulare einlagern.

Die Einreise war wie immer nervig. Von 8 oder 9 Schaltern natürlich nur 4 offen, entsprechend groß der Andrang. Vor mir eine Schulklasse aus Asien, alle ohne Englischkenntnisse. also neue Schlange von Officer angewiesen bekommen, dieses mal hinter einer 6 Köpfigen Familie aus Russland. Auch da sprach keiner Englisch.

Dadurch dauerte schon die Einreise fast eine Stunde, das mag man wenn man vorher 9 Stunden im Flieger saß….

Wenigstens klappte dann alles bei Avis, karre war da und in Ordnung, draußen dann aber der Schock: Schnee.

Was in Deutschland kein Problem ist wird hier in der Region schnell zum Chaos. Es gibt (fast) keine Fahrzeuge mit Winterreifen, alle fahren riesige Autos mit viel PS und verlieren sofort die Kontrolle darüber. Schneeräumen und Salzen? Nur in Ausnahmefällen auf sehr wenigen stellen – und auch da nur unregelmäßig.

Bin dann also Richtung Hotel gerutscht, einchecken war easy, Zimmer seit dem letzten Jahr frisch renoviert (so wild war’s doch gar nicht….).

Erst mal etwas arbeiten vom Zimmer und dann schnell ab zum Starbucks auf nen Coffee, der Jetlag muss ja bekämpft werden. Danach ins City Center auf den Food Court wo man an diversen Schnellrestaurants essen kann.

Ich entschied mich für Sushi, hab eh schon zu viel auf den Hüften und Sushi in einer Stadt die am Meer liegt ist was feines.

Heute früh dann ab vier Uhr schlaflos in Seattle, also auf und ab ins “Gym”, etwas Sport treiben. Um halb sechs zurück aufs Zimmer, duschen, einige Mails bearbeiten und wieder zum Starbucks. Draußen fiel mir auf dass die Straßen glatt waren und viele Autos recht viel Schnee auf der Karosserie hatten. Nicht gut…

Um 8.30 dann Auto geholt, auf nach Redmond zum Microsoft Campus. Dabei dann gelernt dass auch auf den Interstates nicht zwingend Schnee geräumt wird, die Fahrt dauerte entsprechend länger und je weiter ich nach Redmond rein furh umso glatter wurde es. Der Weg war gesäumt von diversen Autowracks, wobei die Straßen recht leer waren, sonst herrscht um diese Uhrzeit immer ein mordsverkehr, aber bei Schnee bleibt man in den USA hakt daheim.

Wohlgemerkt, hier sind etwa drei Zentimeter Schnee gefallen….

Jetzt sitze ich im Menschenleeren Office, auch hier sind die meisten daheim geblieben und arbeiten von da aus. Meetings von heute sind fast alle auf morgen verschoben worden, dafür bot sich aber die Gelegenheit mit einigen anderen Termine zu vereinbaren die sonst eher keine Zeit gehabt hätten.

Leerer Parkplatz vor dem Microsoft Studio D

Mal schauen was der Abend so bringt, von morgen noch gar nicht zu denken… der Wetterbericht sagt zwar keinen Schnee, dafür aber kältere Temperaturen vorher. Dann friert der abgeschmolzene Schnee auf den Straßen und es wird richtig lustig.

Dies und Das

Schon wieder sind einige Tage vergangen und vieles ist geschehen.

Zum einen ist die Arbeit leider noch immer recht stressig, wird aber zunehmend ruhiger. Leider ist mit zunehmender Freizeit das Wetter wieder schlechter geworden 🙁

Zwischendrin waren wir mit Freunden bei “Dinner in the Dark” im “Alten Hof” in München.

Hat wirklich Spaß gemacht mal nicht zu sehen was man isst und trinkt und wie es ohne visuelle Rückkopplung so ist mit dem Reden und Zuhören. Das vier Gänge Menu war jedenfalls lecker und auch die Getränke waren nach meinem Geschmack – der aber ab und an ganz schön daneben lag 😉

Klare Empfehlung für alle die mal was so etwas ausprobieren wollen.

Dann Vatertagsausflug mit dem MC, Chiemsee im Regen – nass aber trotzdem lustig.

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Letzte Woche kam dann der Junior in Krankenhaus, Mandeln wurden entfernt, viel Aufregung wegen einiger Probleme, aber jetzt ist Kind wieder daheim und auf dem besten Wege der Genesung.

Zwischendrin haben wir dann noch unser frisch renoviertes Clubhaus wiedereröffnet, da passte dann wenigstens das Wetter und es hat auch ein wenig Abwechslung in die Aufregung der letzten Tage gebracht.

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Nun entspanne ich (halbwegs) einige Tage zu Hause bevor es dann über Fronleichnam mit dem MC auf den National Run geht.

Und die Hochzeit ist ja auch in wenig mehr als 60 Tagen 😉

Was für eine Woche

Die letzte Woche hatte schon so einiges in sich. Gestartet hatte sie mit zwei Tagen Urlaub, was ja schon mal ein guter Wochenbeginn ist.

Den Montag habe ich dann auch mal schön auf der Erdinger Zulassungsstelle verbracht, die war nämlich wegen einer Computerpanne etwas überlastet und ziemlich unkooperativ.

Ich brauche für die Harley eigentlich ein 20cm Kennzeichen, ist auch vom TÜV so vorgegeben und laut KBA für den seitlichen Kennzeichenhalter vorgeschrieben. Bisher war das auch eher kein Problem, nur der Landkreis Erding wollte wieder nicht mitmachen.

Man könne ja in einen anderen Landkreis ziehen wenn man Erding nicht mag. Guter Hinweis, werde ich bei Gelegenheit wohl in Erwägung ziehen.

Dienstag hatte ich Geburtstag, da gehe ich aus Prinzip nicht arbeiten, aber ich habe nach 37 Jahren das Inline Skaten ausprobiert – mit mäßigem Erfolg. Aber immerhin bin ich nicht gestürzt, was ja schon mal ein Anfang ist.

Mittwoch und Donnerstag waren hektische Arbeitstage, Freitag war ich mit dem MC bei der Eröffnung des Clubhauses eines unserer Chapter.

War die 200km Hinfahrt bei 15°C noch angenehm gestaltete sich die Rückfahrt problematisch. Ein Kabelbruch führte zum Ausfall der hinteren Beleuchtung und zu einer recht langen Pause in der ich auf den ADAC wartete, hoffend dass der wohl einen 5.5mm Imbus Schlüssel dabei hätte (was aber nicht der Fall war).

Durch die lange Wartezeit kühlte es aber draußen auf 2°C ab – das ist weit außerhalb meiner Komfortzone und  nach etwa 160km musste eine Sparkassenhalle als Aufwärmstelle herhalten. Finger waren schon leicht blau und auch sonst fühlte ich mich ein wenig unterkühlt. Etwas unerwartet, dafür aber umso erfreulicher, war dann dass ein mir völlig unbekannter den ich zwecks Kaffee nach einer Tankstelle in der Gegend angesprochen hatte, nach 10 Minuten zurück kam und mir zwei dicke Motorrad Handschuhe in die Hand drückte und ne Thermoskanne Kaffee dabei hatte. Danke, Mann, das war echt in Ordnung (wohlgemerkt um 23.00 in einer EC Automatenhalle einer Sparkasse in einem winzigen Ort und ich denke ich sah nicht wirklich vertrauenserweckend aus). Gott vergelt’s wie man in Bayern sagt.

Um halb eins war ich dann gut gekühlt zu Hause, am nächsten Tag ging’s dann zur Belohnung in den IKEA nach München, da mein alter Herr diese Woche zu Besuch kommt wollte ich noch schnell eine neue Schlafgelegenheit kaufen. Abends dann och zu Freunden auf ne Flasche Martini und dann war auch schon Ostern.

Nachdem bester Sohn der Welt die vom Osterhasi fallen gelassenen Dinge gefunden hatte und mir beim spielen mal eben den Fußnagel des großen Zeh zersplitterte (nein, es ist keine gute Idee Fußball in Hausschuhen zu spielen) war die Woche auch schon vorbei.

Aber im Vergleich zu den nun kommenden drei Wochen auf der Arbeit dürfte die abgelaufene noch dass reinste Entspannungsprogramm gewesen sein – die Budgetphase hat begonnen und das bedeutet laaaange Tage und viel Hektik.

Von wegen günstig

Heute habe ich bei IKEA ein Kleiderschranksystem bestellt.
Als man mir die Auftragsbestätigung gab musste ich doch schlucken und fragte ob sie sich mit dem Preis wirklich sicher wären.
Ja, einige Teile seien billiger geworden sagte man mir.
Toll, aber 136.000 (einhundertsechsunddreißigtausend) Euro fand ich schon etwas übertrieben.
War aber doch nur ein Computerfehler wie sich herausstellte. Gut dass mir das vor der Kasse aufgefallen ist…