Freitag 29. Februar 2008 um 07:34 von frank

Land of the …

Nach zwei Tagen habe ich mich nun weitestgehend eingelebt im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ist auch in Richtung USA nicht allzu schwierig, länger aufbleben fällt ja meistens leichter als früher aufstehen ;-)

Wir haben nun brav jeden Morgen brav unseren Starbucks Kaffee getrunken und uns durch den typischen US Verkehr gekämpft. Hier fährt jeder alleine mit seinem Auto zur Arbeit, die Spur für Carpools (da müssen nur zwei Leute drin sitzen) ist meistens frei. Der Sprit ist teuer geworden, die Gallone (etwa 3,8 Liter) Benzin kostet rund 3,20 Dollar (also etwa 0,56 Euro pro Liter). Da können wir in Deutschland zwar nur von Träumen, für die Amis ist das aber ziemlich teuer.

Energiesparen ist hier trotzdem angesagt, wir haben heute in der Firma zwei Energiesparlampen geschenkt bekommen…

Scheint auch nötig, eine Stadt wie Seattle sieht nämlich Nachts so aus (ja, verwackelt, es war frisch, ich hatte nur ein T-Shirt an und wir waren ziemlich weit weg…)

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Beim Hausbau haben wir auch zugeschaut…. Kostet etwa eine Million Dollar, so ein schickes Spanplattenhaus in Seattle.

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Vorhin waren wir dann noich schnell was einkaufen, im Walmart Super Center gab es aber leider nichts was der Vegetarier einfach so hätte kaufen können. Unfassbar. Dafür gibt es aber Elektromobile für dicke Leute damit die noch mehr fettes Zeugs einkaufen können ohne sich zu bewegen. Konnte leider nur aus der Bewegung raus ein Foto machen (sonst wäre ich da hochkant rausgeflogen). cimg1234.JPG

Unglaublich wie dick hier alle sind. Jedes mal wundere ich mich aufs neue. Ich habe dort für Angi M&M’s gekauft, Typ Peanutbutter. Die haben vermutlich eine Kilotonne Kalorien, da Angi aber schwanger ist wollen wir mal nicht so sein. Und für mich gab’s etwas dass der Deutsche Staat freundlicherweise mit einer sinnfreien Alkopopsteuer vom Markt gefegt hat : Bacardi Rigo. Im Sixpack.

Die spannendste Sache läuft aber gerade beinahe unbemerkt ab: Der oberste Gerichtshof der USA hat sich nach langem zögern nun ausgerechnet im Wahljahr entschlossen über eine der Grundfesten der Amerikanischen Verfassung zu entscheiden.

Es geht um den Zusatzartikel 2 der nach derzeitiger Auslegung jeden Amerikaner berechtigt eine Waffe zu tragen:

ZUSATZARTIKEL II
Da eine gut ausgebildete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates erforderlich ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden.

Es gibt bereits einige Urteile kleinerer Gerichte die dieses Recht nur den miltianten Gruppen (Nationalgarde etc.) zuspricht, bisher hat das höchste Gericht aber eine Verhandlung abgelehnt. Man darf gespannt sein, denn es ist keineswegs sicher dass hier im Sinne der Waffenlobby entschieden wird. (mehr dazu: USA Today)

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Sonntag 13. Mai 2007 um 22:20 von frank

Fettsteuer?

Da noch kein Sommerloch ist muss es sich bei diesem Vorschlag um ein ernstgemeintes unterfangen handeln.
Aus meiner bescheidenen Sicht genauso sinnvoll wie ein gefordertes Verbot von Killerspielen, aber das ist ein anderes Thema, die Bühne dafür ist jedoch die gleiche.

Die hohe Politik will den -mündigen- Bürger bevormunden und durch weitere Gängelung in die mutmaßlich richtige Richtung drücken.
Folgende Fragen stellen sich mir dabei zu erst:
-Wenn wie gefordert eine Steuer (vermutlich analog zu den Alkopops) auf ¨ungesunde¨ Lebensmittel eingeführt würde, wie wird das gehandhabt?
-Werden Steuern auf Currywürste erhoben aber auf Bratwurst und Curry nicht?
-Macht Mutter zu Hause sich strafbar wenn sie unversteuert Pommes aus Kartoffeln schnitzt?
-Wird Bier auch (zusätzlich) besteuert?
-Was wird aus Bayern? Auf dem Oktoberfest dürfte nur noch Tee und Gemüse verkauft werden!

Aber mal im Ernst: was ist denn die Ursache für das eigentliche Problem?
Ich glaube dass viele heute kein Geld mehr für gesundes Essen haben. Übergewicht ist -kein Vorurteil- zumeist ein Problem des kleinen Bürgers. Und wo kauft der wohl ein? Kaum auf dem Wochenmarkt. Ravioli hier, Doseneintopf da (immer mit Einlage, trotzdem billig). Immer schön günstige wertlose Lebensmittel.
Dazu noch (als Vegetarier (Pescetarier, ich esse Fisch) muss ich es einfach sagen) Fleisch an jeder Ecke, damit verbunden Fett im Überfluss. Fleisch ist teilweise billiger als Gemüse. Vergleicht mal die Kilopreise in der Werbung
Die ursprüngliche Idee fand ich viel besser: Jedem erklären was er gerade isst. Und wie er gesund leben kann. Und Sport endlich wieder fördern, denn was verbrannt wird setzt auch nicht an.

Viel schlimmer finde ich aber die Frage wie tief sich der Staat noch in das Leben des Bürgers drängen will. Onlinedurchsuchungen, Rauchverbot im (eigenen) Auto, Killerspiele. Was kommt denn noch?
Müsste man nicht erkennen dass die sozialen Netze brechen und es dringend geboten ist zu helfen statt zu verbieten?

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Donnerstag 8. Februar 2007 um 15:26 von frank

Anleitung für Heiratsanträge

KOMO 4 gibt anlässlich des anstehenden Valentinstages Tipps für Heiratsanträge.
Am Valentinstag machen die Amis offenbar recht gerne ihre Anträge und da muss man dem durchschnittlichen Bürger schon mal hilfreich unter die Arme greifen.
- Niederknien ist sehr romantisch (wenn man nicht zu fett dafür ist und dann nicht mehr hochkommt)
- es muss ein Ring sein (laut Juwelier ein richtig dicker)
- alles um sich herum “ausschalten” (das macht mir in Amerika irgendwie Angst…)
- man darf auch mit Filmen / Videos den Antrag einleiten
- nett auch der Tipp besser immer auch einen Plan “B” zu haben wenn es nicht läuft wie geplant.
Passend dazu im TV: Werbespots mit Angeboten wie Ringe, Ketten, Diamanten und den dazu passenden Krediten.

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