Donnerstag 7. Juni 2007 um 17:23 von frank
Sagte ich Enttäuschung? Nein, Erfolg muss es politisch korrekt heissen. Irgendwie muss man den Aufwand an der Ostsee ja rechtfertigen.
Heute also einigte man sich zum Klimaschutz auf…
… was eigentlich? Was rechtfertigt eine Aussage unserer Kanzlerin wie
Diesem Abkommen entkommt niemand. Das ist ein Riesenschritt nach vorne
???
Die Gemeinsamkeit der G8 beinhaltet:
1. Man erkennt die Inhalte und die Schlussfolgerungen der Berichte des Weltklimarates an.
2. Die Folgevereinbarung zum Kyoto Protokoll soll unter dem Dach der UN geführt werden.
3. Die Staaten “ziehen es in Betracht” den Ausstoß von CO2 bis 2050 um die Hälfte zu reduzieren.
Wahnsinn. Sagt nichts aus, klingt aber doch sooo schön. Geleugnet hat die Ursachen und Folgen die in dem UN Bericht Stand vorher auch niemand. Es behauptet aber auch keiner jetzt dass er ganz stimmt (ich natürlich auch nicht). Dass etwas inhaltlich richtig ist bedeute noch lange nicht dass es auch sachlich richtig ist.
Dass eine Folgevereinbarung geschlossen werden soll war schon lange klar, auch dass diese idealer Weise von der UN geführt werden sollte. Das bedeute aber noch lange nicht dass es auch dazu kommt. wenn man sich nicht einigen kann ist es halt so. Wie beim alten Protokoll halt auch.
Und es ist schon beinahe niedlich dass man eine Reduzierung in Betracht zieht. Auch hieraus geht keinerlei Verpflichtung hervor.
Ich ziehe jetzt in Betracht in den Biergarten zu gehen. Nach drei oder vier Mass Bier kann ich auch so leere Phrasen von mir geben.
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Mittwoch 6. Juni 2007 um 19:46 von frank
Mir hat unlängst jemand den ich sehr schätze diese Zeilen geschickt.
Gerade heute, mit den Nachrichten zum G8 Gipfel im Hinterkopf, machen sie umsomehr Sinn. Es wäre zu schön wenn die reichtsne Länder der Welt auch daran denken würden und wirklich mal solide Beschlüsse fassen (wobei die Teilnehmer ja keine Befugnis haben tatsächliche Abkommen zu schliessen).
Und evtl. findet sie ja noch jemand als Anlass zum Nachdenken.
Wenn man die Weltbevölkerung auf ein 100 Seelen zählendes Dorf reduzieren könnte und dabei die Proportionen aller auf der Erde lebenden Völker beibehalten würde, wäre dieses Dorf folgendermaßen zusammengesetzt :
57 Asiaten
21 Europäer
14 Amerikaner (Nord-, Zentral- und Südamerikaner)
8 Afrikaner
Es gäbe : 52 Frauen und 48 Männer
30 Weiße und 70 nicht Weiße
30 Christen und 70 nicht Christen
89 Heterosexuelle und 11 Homosexuelle
6 Personen besäßen 59% des gesamten Reichtums und alle 6 kämen aus den USA,
80 lebten in maroden Häusern,
70 wären Analphabeten,
50 würden an Unterernährung leiden,
1 wäre dabei zu sterben,
1 wäre dabei geboren zu werden.
1 besäße einen Computer,
1 (ja, nur einer) hätte einen Universitätsabschluss.
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Mittwoch 6. Juni 2007 um 16:12 von frank
Langsam glaube ich in enem Bananenstaat zu leben. Oder in der DDR, da gab es zwar keine Bananen aber die Mittel waren wohl ähnlich.
Als ich zu meiner Dienstzeit in der Bundeswehr war habe ich eine Zeitlang Politik an die Rekruten vermitteln dürfen.
Werte und Grundrechte.
Sicher ist spätestens seit heute dass ich die Präsentation von damals (das sind nun etwa 10 Jahre her) heute nicht mehr halten könnte.
Die Werte und Grundrechte die ich damals darstellte und mit negativen Beispielen anderer Staaten verglich haben sich irgendwie aufgelöst.
Wenn der Russische Präsident das Vorgehen in seinem Land mit dem in Deutschland vergleicht so muss man leider zugeben dass er da leider gar nicht so unrecht hat. Die Begründungen klingen hier zwar hier gefälliger, das Ergebnis ist das gleiche.
Die Politik ist für den Bürger da und vertritt seine Interessen. Glaubt das noch jemand dran? Wenn selbst das höchste Gericht die Grundrechte des ganzen Volkes einschränkt für die Interessen einiger weniger?
Wir sollen uns bespitzeln lassen, dürfen nicht demonstrieren wann und wo wir wollen, werden einer willkürlichen Zensur unterworfen, gleichzeitig fordert der Staat aber einen Vertrauensvorschuß vom Bürger.
Klar doch.
So wie 1961 auch:
“Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten”
Da muss man sich nicht wundern wenn ob der Ohnmacht gegenüber dem Staat einige BÜrger zu ebenso zweifelhaften Methoden greifen (die ich mindestens genau so bescheiden finde). Leid tut’s mir um die Polizisten vo Ort, denn die werden es wieder abkriegen obwohl sie wenig für die Situation können.
Hilfe!
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