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VIP Service beim Arzt

Bisher hätte ich nicht behaupten können dass ich einen Vorteil als privat Versicherter gegenüber „normalen“ Kassenpatienten gehabt hätte.

Evtl. mal ein anderes Medikament oder eine Massage mehr, aber sonst… zumindest hier in Bayern warten alle gleich im Wartezimmer scheint mir. Und bei der Terminvereinbarung hat auch schon länger keiner mehr gefragt wie ich versichert bin (geht so oder so in der Regal super schnell).

Gestern aber musste ich wegen anhaltenden Schulterschmerzen zu einem Radiologen, dort sollte eine CT gemacht werden.

Die hatten einen echten VIP Service eingerichtet… während die einen auf Holzstühlen im Wartesaal saßen wurde ich in einen sehr angenehm eingerichteten Raum mit bequemen Ledersesseln und Flatscreen TV geführt und sollte dort warten. Obst stand auch rum, ansprechende Zeitschriften verkürzten die Zeit und einen Wasserspender gab es auch. Der Termin wurde absolut pünktlich eingehalten und so ging alles recht schnell.

Am Ergebnis hat es leider dann nichts geändert, shit  🙁

Jetzt bin ich mal auf die Rechnung gespannt.

Günstig ins neue Jahr

Nachdem ja traditionell alles teurer wird, vor allem bei den Versicherungsleistungen, habe ich heute mit nichts gutem gerechnet als mit der Post die Beitragsbescheinigung meiner Krankenkasse für 2009 eintrudelte.

Zu meiner großen Freude und zugegeben auch Überraschung teilte mir SDK mit dass mein Beitrag unverändert in 2009 weiter läuft.

Das finde ich mal richtig gut in Zeiten von Einheitsbeiträgen bei den gesetzlichen Kassen.

EnergyLight

Ich hasse diese trüben Herbst- und Wintertage. Da werde ich beinahe depressiv und auch die letzten Wochen haben meinem Gemüt ziemlich zugesetzt.

Um dem entgegenzuwirken gibt’s in meinem Haushalt nun einen quasi medizinischen Neuzugang: Ein Philips EnergyLight.

Kam heute an und ist eigentlich für zu Hause gedacht, neugierig wie ich bin musste ich das Ding aber sofort ausprobieren und hab’s dann gleich auf der Arbeit angeschlossen.

Je nach Abstand sollen 30-120 Minuten pro Tag eine merkliche Besserung bringen, die Wirkung von Tageslicht ist ja medizinisch nachgewiesen.

Jetzt sonne ich mich also in 10.000 Lux (bzw. bei meinem Abstand sind es wohl noch gut 2000) und hoffe dass das auch wirklich stimmt. Schick ist das Teil allemal und einfach in der Bedienung ist es auch. Lichtstärke und Entfernung zur Lampe eindrehen, Start drücken, fertig. Die Lampe zeigt die Zeit an in der man davor saß (hat auch einen Pausenknopf…) und so hat man seine tägliche Sonnenzeit immer im Blick.

2008-11-19 15-51-10.080

Gefällt mir schon mal um Lichtjahre besser als die eklige Bürobeleuchtung… etwas Licht in meinem trüben Leben also 😉

Wirtschaft vs. Gesundheit

Prinzipiell finde ich der Staat soll uns Bürger einfach in Ruhe lassen und sich so wenig einmischen wie möglich.

Wenn aber der Staat sich gnädigst um unsere Gesundheit bemüht dann finde ich das zumindest außerhalb der eigenen Wohnung noch OK, daher war ich von den Gesetzen zum Nichtraucherschutz auch recht angetan. Das hier in Bayern war hart aber wenigstens fair. Nirgendwo durfte geraucht werden, außer auf dem Oktoberfest. Weggehen machte wieder Spass, man stank nicht wie die Pest nach einem lustigen Abend im Pub und weder die Stimme noch die Augen waren gereizt.

Leider wurde das ganze ja sehenden Auges durch abenteuerliche “Raucherclubs” nach und nach ausgehebelt.

Gestern dann der erwartete Umfaller der CSU: Jetzt doch wieder rauchen, in Einraumkneipen und in Lokalen mit abgetrennten Raucherraum, in Wein und Bierzelten sowieso.

Danke schön, ich find’s gut wenn wirtschaftliche und politische Interessen der Gesundheit der Bürger Untergeordnet werden.

Ich hab ja nichts gegen Raucher, nur wird hier die Mehrheit der Bürger mit dem Laster einer Minderheit gefoltert. …

Dass man auch konsequent Nichtraucherschutz betreiben kann sieht man ja im Ausland. Wer z.B. schon mal in vor einigen Jahren in Dublin in einer Kneipe war der wird sich erinnern dass man schon beim Betreten an einen Großbrand dachte. Wirklich üble Höllen waren das.

Dann ein Nichtrauchergesetz, einige Wirte wurden bestraft weil doch geraucht wurde, das selbe Geschrei wir hier dass die Kneipen alle pleite gehen würden und: Nichts wurde geändert. Und die Pubs sind auch noch alle da, man raucht halt draußen (und ist dort dann wenigstens so fair die Leute auch rauchen zu lassen). Selbst die Hardcore-Raucher drüben finden das Gesetz nun gar nicht mehr so schlecht denn der positive Nebeneffekt ist dass man ständig neue Leute kennen lernt hat vor der Tür….

Running Gag in Irland: Wenn du Freunde suchst, fang an zu rauchen.

have a break

Die letzten Monate waren hart und haben Substanz gekostet. Die letzen Woche mussten noch unzählige Dinge für die USA gemeldet werden, einige davon für Herrn Steve B. persönlich. Da bedarf es dann ganz besonderer Aufmerksamkeit denn wenn irgendwer eine unstimmige Zahl in einem Berg Papier entdeckt dann er.

Jetzt jedenfalls ist die Luft raus und ich glaube wenn ich noch einen einzigen Tag weiter arbeiten müsste hätte es mich umgehauen. Die ersten Vorzeichen waren zumindest eindeutig…

Konrad hat mit “Up” bei emotional overdose das ganze phantastisch betextet (besten Dank für die Erlaubnis den Text zu verwenden):

Mein ganzes Leben lang bin ich auf einen Berg geklettert. Ich habe alles getan, um seinen Gipfel zu erreichen. Habe gelernt, gelogen, betrogen, mich angestrengt, versagt, bin wieder aufgestanden und habe meinen Weg fortgesetzt.
Wie oft dachte ich, dass ich den Gipfel nicht erreichen würde.
Oft, sehr oft sogar konzentrierte sich mein ganzes Denken und Handeln nur auf den Gipfel. Dann kam ich nicht voran.
Doch wenn ich abgelenkt war, schien der Gipfel ohne mein Zutun in greifbare Nähe zu rücken.
Ich lebte nur noch für den Gipfel, wollte nach oben. Ich versuchte es mit allen Mitteln, musste nach oben. Ich riskierte alles, Freunde, Familie, Kinder. Es gab nur noch den Gipfel.
Ich verlor alles. Am Gipfel würde ich es wiederbekommen.
Es gab nur eine Richtung: Nach oben. Ich wurde zum Jünger, zur Mücke, die immer dem Licht zufliegt, Tunnelblick, Scheuklappen, verbissen.
Mein einziges Ziel war der Gipfel.
Endlich angekommen, blicke ich auf die Trümmer am Rand der Schneise, die ich hinterlassen habe und krepiere jämmerlich weil die Luft zu dünn zum atmen ist.

Und damit es nicht wirklich soweit kommt (einen dunklen Teil davon hab ich ja schon hinter mir) ist nun eine kurze Auszeit angesagt in der ich –fast- gar nicht arbeiten werde.