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Wie der Staat sein Pfründe sichert

Seit dem 1.1.09 darf online kein Lottoschein mehr abgegeben werden. Bzw. genauer: Es darf online weder dafür geworben werden noch dürfen Scheine vermittelt / angenommen werden.

Angeblich dient dies dem Schutz der Bürger vor den Gefahren der Spielsucht. Diese ist zwar beim Lotto noch überhaupt nicht nachgewiesen, trotzdem hat man es jetzt erst mal verboten.

Es scheint ein wenig unwahrscheinlich dass jemand der Spielsüchtig ist zwei mal die Woche wie irre Lotto tippt, zudem könnte man gerade beim Lotto die Gefahr ja bestens erkennen da der Nutzer ja seine Daten angeben muss.

Vielmehr dient das ganze offenbar dem sicher der staatlichen Pfründe, das Glückspielmonopol bringt ja einiges ein… Wobei man sagen muss dass auch die privaten Vermittler reichlich Steuern und Abgaben leisten die dem staatlichen Säckel nun wohl zu großen Teilen fehlen werden.

Die privaten Anbieter klagen zwar gegen die Verordnung, das kann aber dauern da sich bei den Verfahren erstaunlich viel Zeit gelassen wird. In der zwischenzeit werden die Mitarbeiter der Anbieter halt arbeitslos, alleine bei Tipp 24.com sollen etwa 150 Jobs betroffen sein. Wie schön in diesen guten Zeiten.

Gleichzeitig aber wird der ach so gefährdete Bürger mit Pokerspielen auf diversen TV Sendern bombadiert und alleine hier in der näheren Umgebung haben drei neue Spielhöllen aufgemacht in denen der Spieler rund um die Uhr an Automaten zocken kann.

Ich finde dass hier mal wieder das Pferd von hinten aufgezäumt wird und unter fadenscheinigen Gründen der Staat versucht sein Säckel zu füllen. Dass es hier wirklich um Suchtprävention geht glaube ich jedenfalls nicht. Wenn eine Gefahr beim Lotto nachgewiesen wäre dann sähe die Sache anders aus, aber solange dies nicht der Fall ist sollte man den Hammer mal da ansetzen wo die Gefahr wirklich herkommt.

Ein guter Bericht dazu findet sich auch hier bei der Financial Times Deutschland, ist zwar schon einige Tage alt aber dennoch sehr lesenswert.

Blog Parade: Literatur

Die Naselnuss hat mich auf eine spannende Bogparade aufmerksam gemacht.

Dany weist -zurecht- darauf hin dass Ihrer Meinung nach zu wenig über Bücher und Authoren in den Blogs geschrieben wird. Also fragt Sie:

Stell Dir also vor Du würdest von Elke Heidenreich in die Sendung „Lesen“ eingeladen.

  • Welche 5 Bücher würdest Du vorstellen?
  • Welchen Autor, welche Autorin fändest Du erwähnenswert und warum?
  • Welches Buch bringst Du mit Deiner Kindheit in Verbindung?
  • Welches ist dein Lieblingsbuch?
  • Und welches Buch findest Du absolut überschätzt?

Und das ist was ich denke:

  • Welche 5 Bücher würdest Du vorstellen?
  • 1. Der Herr der Ringe (J.R.R. Tolkien)- zwar etwas langatmig, trotzdem mag ich die erzählweise und die Tiefe der Geschichte. Der Text lässt ausreichend Spielraum für eigene Vorstellungen und lässt doch ganz wenig Interpretationsraum wenn es darum geht zu beschreiben was der Author eigentlich sagen wollte. Hier muss man davon ausgehen dass er wirklich nur ne Geschichte erzählen will. Und zwar eine sehr gute. Auch wenn mir das Ende nicht ganz so gut gefällt. Im englischen besser als in der Übersetzung, leider aber sehr fordernd was den Wortschatz betrifft. Wenn Deutsch dann die „Klett“ Fassung.

    2. Das Universum in der Nussschale (Stephen Hawking) – Unglaublich einfache und lesbare Darstellung über die Geschichte des Universums. Mag eehr langweilig klingen, ist es aber nicht. Und jeder der es gelesen hat darf ein ganz klein wenig sagen dass er weiß was Quarks sind…

    3. Die Kunst des Krieges (Sun Tzu / Sunzi)- Ist eine Pflichtlektüre für angehende Japanische Manager und Offiziere. auch wenn der Text an sich tatsächlich über die Kriegsführung berichtet so kann man daraus auch für das „normale“ Leben lernen Situationen abzuwägen und Entscheidungen zu fällen. Wer nicht über die grausig langweilige (alte) Schreibweise einschläft lernt mit jedem Satz für die Zukunft. Bücher mit Kommentierung kann man sich getrost sparen.

    4. Konsequent einfach – die ALDI Erfolgsstory (Dieter Brandes). Ohne Geheimnisse zu verraten wird hier dargestellt wie ALDI funktioniert. Lesenswert!

    5. Illuminatus-Trilogie -(Robert Shea, Robert Anton Wilson) Grundlage für viele moderne Werke. Teilweise sehr abstrakt und doch fühlt man sich auf seltsame Weise immer an die Gegenwart erinnert. Sex, Drogen, Verschwörungen….  Besser in der orignalen Fassung, also Englisch.

    • Welchen Autor, welche Autorin fändest Du erwähnenswert und warum?

    Dalai Lama – ich denke nur über Aufbauanleitungen von IKEA länger nach als über die Sätze die der Dalai Lama von sich gibt. Der „Ozean des Wissens“ ist ganz sicher lesenswert.

    Welches Buch bringst Du mit Deiner Kindheit in Verbindung?

    Hänsel und Gretel. Aus sehr naheliegenden Gründen…. selber suchen bitte

    Welches ist dein Lieblingsbuch?

    Tractatus Satanicus –  die Geschichte des Teufels von ihm selbst erzählt. Wer über die ersten vierzig Seiten hinaus kommt (bis dahin ist es etwas zäh) kann nicht mehr aufhören zu lesen. Intelligent, schwierig, herausforderend, so richtig was für die Birne.

    Und welches Buch findest Du absolut überschätzt?

    Eigentlich: Die Bibel, da der Inhalt viel zu frei interpretiert wird und für alles mögliche herhalten muss; um aber unpolitischer zu sein:

    Endlich Nichtraucher. Ich kenne nicht einen einzigen der damit aufgehört hat zu rauchen. Aber umso mehr die es gelesen haben.

    Heiratsantrag für Conny

    Nein nein, nicht so wo wie ihr denkt. Nicht ich.

    Conny hat in Ihrem Blog einen Chat wiedergegeben den man einfach verlinken MUSS.

    Und auszugsweise wiedergeben damit ihr wisst was ihr verpasst wenn ihr es nicht lest:

    Conny : wer bist du?
    Conny : und wieso willst du mich in deiner kontaktliste?
    Massi : ich bin massi
    Conny : hi massi
    Massi : ich bin aus algeria
    Conny : bekomm ich erst die antwort auf die zweite frage bitte 🙂
    Massi : ich will heiraten

    […]

    Unbedingt da weiterlesen!

    Sex mit dem Ex

    Als ich mal wieder die Liste mit den Suchbegriffen durchgesehen habe die die Besucher (zum Teil) auf diese Seite führen bin ich hier drüber gestolpert:

    T-Online: den Ex poppen

    Spontan erst mal ne gute Idee. Aber findet man die Antwort darauf im Internet? Gibt es jemanden der einem sagt ob man das machen soll oder besser lässt?Ich bin dem Link zur Suchmaschine von T-Online gefolgt um zu sehen warum und mit welchem Artikel  mein Blog unter dieser Suche zu finden ist. Auf Platz 16 und 17 findet man eher unspektakuläre Einträge von mir in dem es eher um die Tiere (untereinander!) und weniger um den Ex geht. Gut, denn hier wird ja auch nur kulturell wertvolles gepostet (zumindest ein Artikel könnte es sein).Etwas weiter oben sprang mir aber ein Artikel eines anderen Blogs ins Auge und ich bin jetzt noch am lachen. Zugegeben, ziemlich derb geschrieben und nicht geeignet für Jugendliche unter 16 Jahren, aber ganz sicher eine der unterhaltsamsten Storys seit langem (ich liebe sarkastische Texte):

    [….] und außerdem stand da noch ein Foto. Ein Kerl. Ein komischer Typ. Zu jung, als das der ihr Vater sein konnte. Vielleicht ihr Bruder? Seine Eltern müssen die hässlichsten Menschen der Welt gewesen sein. Bis ihr Sohn zur Welt kam. Die nette Dame, die da so heftig an meiner Unterlippe saugte müsste demnach adoptiert sein, wenn der wirklich ihr Bruder war. Oder es war ein Wunder, denn sie sah wirklich atemberaubend schön aus. Der Typ allerdings war unglaublich hässlich. Man konnte den krankhaften Aussschlag in seinem Gesicht kaum von den ganzen Pickeln unterscheiden, die bei ihm sprießten, […]

    Den ganzen Text gibt“s hier bei Hoffa zu lesen, selber schuld wer“s nicht tut.

    Günter Wallraff under cover im Callcenter

    Was alle die schon mal von einem ungebetenen Anrufer eines Call Centers vollgequatscht wurden geahnt haben wird nun belegt.

    Günter Wallraff hat nach seinen under cover Ermittlungen bei der BILD Zeitung und im Thyssen-Krupp Konzern nun die arbeit im Call Center durchleuchtet.

    Die Zeit berichtet daraus.

    Gerade letzte Woche wurde ich auch wieder angerufen. SKL wolltemir ale ehemaligem Kunden was gutes tun. Eine einmalige Gelegenheit, nie wieder machen die das, nur jetzt, überlegen und wieder melden ginge nicht. Ich müsste unbedingt zuschlagen, es gibt eine Gewinngarantie, wozu überlegen!

    Ich habe dem Anrufer erklärt dass den gleichen Spruch schon eine Kollegin vor einem Monat abgelesen hat und ich schon dieser vorgerechnet habe dass die Aussagen falsch sein müssen, von der Einmaligkeit des Angebotes mal ganz abgesehen. Da hat er aufgelegt.