Dienstag 26. Februar 2008 um 09:25 von frank

im Osten nichts neues

Nach wie vor sind weite Teile des Wireless DSL Netzes der Televersa Online Offline.
Es wurden zwar zwischenzeitlich mehere Standorte aufgeschaltet, so richtig Vorwärts scheint es aber nicht zu gehen.

Ursprünglich meldete TVO ja dass man am Fretiag wieder online sein würde, auf der Webseite die zwischenzeitlich mehrfach nicht erreichbar war [...!] steht keine feste Angabe wann das Netz wieder laufen wird.

Offiziell werden die Kunden scheinbar gar nicht informiert. Wer nicht aktiv versucht die überlastete Hotline zu erreichen erfährt gar nichts ausser der kargen und beinahe versteckten Mitteilung mit den Manipulationsvorfürfen. Die Hotline selbst hat offenbar auch keine näheren Infos und wiederholt Gebetsmühlenartig dass man daran arbeite.

Im WIMAX Forum schreiben einige “Mitarbeiter” ständig neue Termine wann was gehen soll, die Tatsache dass diese nicht eingehalten werden spricht aber dafür dass sie vollkommen ahnungslos sind (und haben dann gleich mal ihre Terminangaben nachträglich gelöscht…).

Ich persönlich finde die Kunden haben eine offene und ehrliche Information verdient. Egal was die Ursache letztlich war, man kann die Leute doch nicht enfach hängen lassen. Eine einfache Liste auf der Webseite wann welche Station online geht kann sicher auch der Praktikant erstellen.

Gegenwärtig macht die unglaublich schlechte Kommunikation die Sache jedenfalls nur noch schlimmer und beim Netzausbau; falls es denn noch dazu kommen sollte; werden sich sicher viele potentielle Kunden fragen ob sie sich das antun wollen. Wie heißt es so schön: Ist der Ruf erst ruiniert…

Hier auch ein schöner Beitrag des Münchner Merkur

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Samstag 23. Februar 2008 um 10:11 von frank

Televersa Online Offline - Manipulation von aussen?

Televersa hat sich erneut zu einer Stellungnahme zum Netzausfall des Wireless Netzes herabgelassen.

nachdem nun auch die Medien über die anhaltenden Probleme und die bescheidene Kommunikationspolitik berichten blieb vermutlich auch klein anderer Ausweg.

Nun wird erklärt dass

Televersa Opfer eines gezielten, vorsätzlichen Manipulationsaktes von aussen
geworden ist, der die technische Störung verursacht und die Netzausfälle hervorgerufen
hat.

Das widerspricht zwar im Wesentlichen  den früheren Veröffentlichungen von TVO sowie den bisherigen, wenn auch schwammigen,  Aussagen der Mitarbeiter, in Begründungen warum irgend etwas gerade nicht geht war TVO allerdings schon immer recht kreativ. Schuld waren bisher auch immer andere. Zumindest in meinem Fall und einigen anderen die ich so kenne.

Kurzfristig soll das Netz wieder funktionieren. Was auch immer das bedeuten mag in der TVO Terminologie.

Mit Spannung dürfte die weitere Entwicklung zu verfolgen sein, denn nachdem man ja nun weiß woran es lag müsste es ja dann schnell und Fehlerfrei wieder gehen. Mir fällt aber auch irgendwie nicht viel ein was einen kompletten Ausfall verursachen könnte. Netze sind ja an sich redundant ausgelegt und wenn man nicht gerade nur einen einzigen Gateway hat der abbrennt lässt sich alles recht schnell lösen (ja, das ist stark vereinfacht ausgedrückt, hier lesen nicht nur Nerds….)

Nachtrag 23.02.08 21:29: Man hat den Text zwischenzeitlich ein wenig abgeändert, nun liest es sich so als ob man Anfangs von Störungen ausging und nun eine Manipulation festgestellt hat. Ist zwar immer noch was anderes als “Umstellungen” die man Anfangs verkündete…. Wie die Printemdien berichteten scheint es ja einen handfetsen Streit zwischen TVO und deren technischem DIensteleister zu geben, wenn mann also  “Manipulation von aussen” als ein Problem mit dem (externen) Dienstleister sieht würde es also passen. Fragt sich nur warum man dann solange gebraucht hat den “Fehler” zu finden wenn doch offensichtlich jemand den Stecker rausgezogen hat… 

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Donnerstag 21. Februar 2008 um 19:47 von frank

Televersa Online Offline (Update)

Am Nachmittag hat man sich bei TVO dann wohl gedacht dass das stillschweigende abschalten des Wireless Netzes wohl doch keine so gute Idee war und hat nun eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Dort wir erklärt dass der Ausfall offenbar Ursprungs technischen Unvermögens ist:

Entgegen anderslautender Veröffentlichtungen sind die Netzausfälle alleine in den technischen Umstellungen, in keiner Weise jedoch in den wirtschaftlichen oder finanziellen Verhältnissen des Unternehmens begründet.

Nun, für gewöhnlich reagiert man auf solche Gerüchte nicht in der Schärfe wenn nichts dran ist, aber das sei mal dahingestellt.

Die Frage warum man die Kunden über Umfang und Dauer der Abschaltung nicht informiert hat beantwortet TVO wie üblich nicht.

Egal ob aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen, der neuerliche Ausfall und das bedenklich schlechte Krisenmanagement dürften dem Ruf des Unternehmens sicherlich nicht gut tun.

Gerade jetzt wo Wahlkampf in Bayern ist sollte man als Betroffener doch vielleicht auch mal den ein oder anderen auf der Televersa Seite werbenden Politiker fragen wie er seine Aussagen in Punkto Zuverlässigkeit und Service eigentlich erklärt. Und was er dafür so bekommen hat…

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Sonntag 9. Dezember 2007 um 21:53 von frank

Hallo BILD am Sonntag: Habt Ihr da nicht was vergessen?

Die Bild am Sonntag hat heute als Schlagzeile:

Schluss mit Super-Gehältern für Manager!

Bei BILD Online kann man die Einkommen der meisten Dax Vorstände nachsehen. Leider vergisst man dort das Jahresgehalt des eigenen Vorstands zu erwähnen. Es wird leider??noch nicht mal im Jahresbericht der Axel Springer AG einzeln erwähnt (weil??Wettbewerber auch keine Zahlen publizieren würden) da die Hauptversammlung gegen eine Publizierung der einzelnen Gehälter gestimmt hat.

Die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds
wird nicht unter Namensnennung offengelegt, da die insoweit relevante
Ziffer 4.2.4. Kodex die namentliche Offenlegung der Vorstandsvergütung
ausdrücklich unter den Vorbehalt eines abweichenden
Beschlusses der Hauptversammlung mit qualifizierter Mehrheit
stellt. Einen entsprechenden Beschluss hat die Hauptversammlung
der Axel Springer AG am 27. April 2006 mit der erforderlichen
Mehrheit gefasst. Zudem veröffentlichen auch Wettbewerber der
Axel Springer AG die Bezüge nicht individualisiert.
(Quelle: Jahresabschlussbericht 2006??Axel Springer AG)

Laut Jahresabschlussbericht 2006 verdiente der Spingervorstand stolze 6,864 Millionen??Euro an festen Bezügen, dazu kommen noch weitere 3,973 Millionen Euro an variablen Bezügen.??

Im Geschäftsjahr 2006 betrugen die festen Bezüge der Vorstände der Axel Springer
AG TEUR 6.864 (Vorjahr: TEUR 6.849). Die Summe der variablen
Bezüge belief sich auf TEUR 3.973 (Vorjahr: TEUR 3.304). Die
Vorstandsmitglieder haben Versorgungszusagen erhalten, für die im
Geschäftsjahr 2006 ein Betrag in Höhe von TEUR 333 (Vorjahr:
TEUR 229) den Pensionsrückstellungen zugeführt wurde.
(Quelle: Jahresabschlussbericht 2006??Axel Springer AG)

Und der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner?????Es sind angeblich 5 Millionen Euro pro Jahr, also in etwa so viel wie der auf PLatz 5 der Hetzliste stehende METRO Chef Körber. Was verdient denn wohl der einfache Springer Mitarbeiter? Oder der Angestellte bei PIN wo noch nicht mal Mindestlohngezahlt werden kann?

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Sonntag 9. Dezember 2007 um 21:47 von frank

Tolle Idee, Herr Steinbrück

Nachdem unser Supi Finanzminister unlängst  über die Fähigkeiten von Bank Vorständen spekuliert hatte beschert er uns heute neuen Unsinn.

Nachdem die SPD den Mindestlohn für das Postgewerbe durchgesetzt hat (die Idee finde ich ja noch gut, man soll schließlich von Arbeit auch leben können) kommt er heute dann mit der Forderung nach einem Maximallohn. Tolle Idee. Wenn wir in der DDR wären. Oder in einem sonstigen totalitären Staat. Der Staat sollte einfach alles regeln. Jawohl. Überwachung wie bei der Stasi und einen schönen Einheitslohn für’’s Volk. Das beste aus CDU und SPD quasi.

Ich persönlich finde das gute Leistung auch angemessen bezahlt werden muss. Auf jedem Level. es ist ein Unterschied ob ich die Verantwortung für Zigtausende Mitarbeiter und einen Millardenumsatz trage oder, was sicher auch wichtig und eine Leistung ist, ein Auto zusammen schraube oder “nur” die Briefe austrage. KLar gibt es negativ Beispiele, deswegen aber Grundsätzliche alle an den Pranger zu stellen ist etwas weit her geholt.

Unstrittig ist dass die Abfindungen bei Erfolglosigkeit oft zu hoch sind. Doch wan ist man als Konzernlenker Erfolglos? Wenn ich an Ron Sommer denke, den ehemaligen Telekom Chef, dann muss man doch sagen dass er das Unternehmen auf den richtigen Weg gebracht hat. Oder sein Nachfolger Ricke. Kurs weiter gehalten, Konzern weiter umgebaut. weg. Weil es vielen nicht schnell genug ging (unter anderem dem Finanzministerium…). Da wollte man schnellen Profit, was man ja offiziell in der Politik verdammt (Heuschrecken).

Ich lese heute in der Süddeutschen Zeitung: Zum Fall des Post-Chefs Zumwinkel, der auch den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom führt und wegen eines Aktienverkaufs in die Kritik geraten war, sagte Steinbrück: “Gerade in Firmen, die wie die Telekom ihren Mitarbeitern einiges zumuten müssen, ist besonderes Fingerspitzengefühl verlangt. Warum soll eine Belegschaft bereit sein, für die Firma Opfer zu bringen, wenn sie den Eindruck haben muss, dass oben andere Maßstäbe angelegt werden als unten????

Was war denn falsch am Verkauf der Aktien? Soll er sie verkaufen wenn sie fallen? Der Postmindestlohn war letztlich etwas gutes für die Mitarbeiter (und Herr Zumwinkel ist nicht umsonst ob seiner guten Leistungen ein sehr umworbener Manager). Und Aktien bzw. Optionen sind ein gutes und gängiges Mittel die Bezahlung anhand der Leistungen und Entwicklungen des Konzerns zu gestalten. sonst müssten die Grundgehälter noch Höher ausfallen. Das was Steinbrück und die SPD hier gerade anprangern wollen sie übrigens im kleinen auch für die Mitarbeiter der Unternehmen. Kann also nicht so falsch sein. Im internationalen Vergleich sind wir in Deutschland eh nur Mittelfeld. Wenn ein Maximallohn für Topmanger kommt verlegt der Konzern seinen Sitz halt Kurzerhand ins Ausland. Das kann ja nun auch nicht das Ziel sein. Letztlich bestimmen Gehälter und Bonis von Vorständen die Aufsichtsräte, das sitzen die Arbeitnehmervertreter genauso drin wie oft die Herren Politiker.

Und ich überlege gerade noch wer denn da letztens eine 9,4% Diätenerhöhung beschlossen hat. Ich zitiere:

CSU-Politikerin Gerda Hasselfeldt:”Aber wir bekommen gar nicht die Besten in die Auswahl, wenn sie nicht adäquat bezahlt werden.”

SPD-Abgeordnete Susanne Kastner: ” [...] es gibt keinen anderen Beruf, in dem man sich bei einer Erhöhung so rechtfertigen müsse”

Vor Hartz IV Nullrunde und Rentenminimalanpassung von 1%, das sage ich doch : “Gerade in Ländern, die wie hier in Deutschland ihren Bürgen einiges zumuten müssen, ist besonderes Fingerspitzengefühl verlangt. Warum soll ein Volk bereit sein, für den Staat Opfer zu bringen, wenn sie den Eindruck haben muss, dass oben andere Maßstäbe angelegt werden als unten???? Weniger Staat war, glaube ich doch, eines der Dinge die damals von der neuen Regierung angekündigt wurden. Sollten man da wohl wieder in Erinnerung bringen.

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