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Im (Tier)Krematorium

Heute war wieder ein eher unangenehmer Tag.
Es ging ins fast 300 Km entfernte Stuttgart um der Feuerbestattung für Spike beizuwohnen.
Kremierung ist wohl der Fachbegriff, der gefällt mir aber ganz und gar nicht.
Auf jeden Fall ein sehr bewegender Moment. Ein letztes Mal den alten Freund sehen, nochmal übers Fell streicheln und Abschied nehmen.
Etwas verstört hat mich dabei dass der Hund gefroren war. Ich dachte die werden nur gekühlt. Aber es war eine sehr würdige Atmosphäre, der Besitzer des Tierkrematoriums war sehr freundlich und hilfsbereit.
Zwei Stunden später waren von ehemals 40kg Hund nur noch etwa 4kg Asche Übrig. Schon komisch. Ich selbst finde verbrennen nicht so toll. Für Nemo und mich wird man wohl eher ein Loch buddeln müssen, das ist mir lieber.
Ein schönes Gedicht habe ich mir mitgebracht, nur leider vergessen von wem es ist:

Auf der Höhe meiner Reise,
hebt der Herrgott seine Hände,
winkt mir zu und lächelt weise,
und die Reise ist zu Ende.

Wieder zu Hause musste ich erst mal Nemo bei seinem Freund Piko abholen. Die beiden toben für Ihr Leben gern und die Familie war so lieb meinen kleinen so lange zu sich zu nehmen.
Nach so viel Tot haben wir erst mal sehr, sehr ausgiebig geschmust. Man weiß ja nie wie viel Zeit einem füreinander bestimmt ist.

Nachtrag 24.07.07: Weil ich per Mail ab und an gefragt wurde welches Krematorium wir gewählt haben hier die Info. Es handelt sich um das Unternehmen ATTIBA in Remseck bei Stuttgart. Die Webseite ist von einer Tochtergesellschaft (TIEBA). Ich kann auch mit einigem Abstand ganz ehrlich eine klare Empfahlung aussprechen. Die Abholung und überstellung ans das Krematorium (und einiges andere) hat die Firma Oberland Haustierbestattung aus München durchgeführt. Auch hier kann ich eine ganz klare Empfehlung aussprechen. Im Gegensatz zu den Betreibern des Münchner Tierkrematoriums (welche ich so nicht mehr kontaktieren würde) ist die Fa. Oberland auch am Wochenende zu erreichen gewesen.

Wiederekennung im TV

Vorhin habe ich meinem Vater einige Bilder gezeigt. Ich habe dazu die Fotos vom PC via Xbox 360 auf den Fernseher transportiert.
Als ich Ihm die letzten Bilder von Spike gezeigt habe ist Nemo plötzlich aufgesprungen, freute sich und hüpfte wild vor dem Fernseher herum.
Ich hätte nie gedacht dass Hunde ihre Freunde in einem Fernsehgerät wieder erkennen würden….

Machs gut mein Freund – vom Tod eines Hundes

Um 19.45 ist ein guter Freund für immer gegangen. Die heute erstellte Diagnose lautet auf Knochenkrebs.
Alle in Frage kommenden Behandlungsformen hätten das Leiden nur vergrößert.
Nemo, Einstein und ganz besonders sein Frauchen und ich werden Ihn sehr vermissen.
Mach’s gut Spike, wir kommen nach, irgendwann.
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Nachtrag 22.20:Wie ich feststellen musste ist nicht der Zeitpunkt des Todes der schlimmste Moment, es ist der Zeitpunkt der Abholung

Noch ein Update 11.04.07: Dieser Beitrag wird recht oft aufgrufen. Falls jemand seinen Hundfreund verliert bzw. gerade eben verloren hat und ein -nach meiner persönlichen Erfahrung- gutes Tierbestattungsunternehmen im Großraum München sucht, schaut doch mal hier. Die haben sowohl normale Beerdigungen als auch Feuerbestattungen im Programm und sind -im Gegensatz zu einigen anderen Unternehmen der Branche- immer erreichbar.

Dämmerung eines Hundelebens

Einer der Hunde scheint nun langsam am Ende seines Hundelebens angekommen zu sein. Zumindest sind die Anzeichen keine guten.
Konnte er bisher wegen eines fortschreitenden Hüftschadens hinten nur noch humpelnd durch die Gegend ziehen lahmt er nun auch am rechten Vorderfuß.
Das Resultat ist dass er nun gar nicht mehr von alleine aufsteht und nur noch unter Hilfestellung und quasi Zwang vor die Tür geht um zu pinkeln.
Eigentlich sollte man sagen „OK“, das war es, einschläfern wird wohl die beste Lösung sein.
Leider, wenn man das so sagen kann, ist er aber ansonsten noch topfit und es scheint ihm ansonsten recht gut zu gehen. Das macht die Sache nicht gerade einfacher.
Nun gilt es herauszufinden was genau der Grund der Lahmheit ist und ob es noch eine geeignete Form der Behandlung gibt. Operationen muss man wohl bei einem 12 Jahre alten Großhund aufgrund der natürlichen Schwäche des Organismus in diesem Alter eher ausschließen. Die letzte OP an der Wirbelsäule liegt nun zwei Jahre zurück und auch die hat er schon nur gerade so gut überstanden.
Mal sehen was der Arzt heute so sagt…