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Frosch und Ameise

Ist zwar schon über ne Woche her, ich wollt’s aber trotzdem bloggen:

Die gute Tat des Monats Juni war wohl die Rettung eines Frosches 🙂

Beim Gassi gehen mit Nemo entdeckte ich am Wegesrand einen Frosch. Sah irgendwie halbtot aus, bewegte sich aber noch. Der arme war übersäht mit Ameisen und die Sonne (da seht Ihr wie lange das schon her sein muss) brannte auf ihn.

Ich hab ihn dann so weit es ging von den recht aggressiven Ameisen befreit, in einen von Nemos Hundekotbeuteln gepackt und bin dann im Laufschritt zum wenige hundert Meter entfernten Karpfenteich marschiert.

Das Wasser hat den letzten Ameisen dann den Rest gegeben und da ich ihn auf einem Grasbüschel im Wasser abgesetzt habe konnte er zwar nicht mehr austrocknen, ertrinken ging aber so auch nicht. Und Futter dürfte es da auch gegeben haben… ab da lag es dann auch nicht mehr an mir ob er’s schaffen würde.

Importverbot von Hunde- und Katzenfellprodukten

Wie schon in einem der letzten Artikel geschrieben bringt 2009 einige Verbesserung für die Tierwelt mit sich. Auch hier hat sich, oh Wunder, die Europäische Union mit einer guten Maßnahme hervorgetan und auf die Wünsche der Bürger reagiert.

Brüssel (dpa) – Kleidungsstücke und andere Waren, die Hunde- oder Katzenfell enthalten, dürfen ab sofort nicht mehr in die EU importiert werden. Wie die EU-Kommission am Montag in Brüssel mitteilte, trat ein entsprechendes Einfuhrverbot am 1. Januar in Kraft. Mit dem neuen Gesetz hätten Verbraucher in der EU von nun an die Garantie, nicht unabsichtlich Produkte aus Hunde- oder Katzenfellen zu kaufen, sagte EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou.

Die Kommission hatte das Verbot im November vorgeschlagen, nachdem Waren wohl vor allem aus China auf dem europäischen Markt entdeckt worden waren, die die Felle enthielten, ohne dass dies auf den Etiketten erkennbar gewesen wäre. Die Behörde erhielt daraufhin nach eigenen Angaben Protestbriefe von zehntausenden EU-Bürgern. «Das Verbot zeigt die tiefe Bindung, die Europäer zu Katzen und Hunden als ausschließlich tierische Begleiter empfinden, und ihre Ablehnung dieser abstoßenden Praxis gegenüber», sagte Vassiliou. dpa

Quelle: DPA

Sehr schön, jetzt darf nämlich gar kein Hunde- oder Katzenfell mehr eingeführt bzw. gehandelt werden, auch nicht unter Phantasienamen oder mit Etikett.

und wieder zur Regenbogenbrücke

Einer meiner Patenhunde, der Schäferhund Patrol, ist leider und unerwartet gestorben.

Gabi von den Tierfreunden Niederbayern schreibt:

wir hatten uns so gefreut, für den alten Patrol ein Zuhause gefunden zu haben. Leider hat sein Glück nur wenige Wochen gedauert. Patrol ist an einer Lungenentzündung gestorben.

Wir nehmen an, dass er sich einfach übernommen und total verausgabt hat. Er wollte rennen und immer dabei sein, weil er nun endlich eine Familie hatte, für die er „sorgen“ konnte.

Schade, dass es für Patrol nur ein ganz kleines Happy End gab.

 

Ich hatte ihn sofort ins Herz geschlossen, aber nun ist ein meist trauriges Hundeleben zu Ende gegangen.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande
als flöge sie nach Haus…

Joseph von Eichendorff

2009 – ein etwas besseres Jahr für Tiere

Ab und an hat die EU auch mal ihre guten Seiten.

Ab dem 11. März 2009 gilt in der EU ein Verbot für Kosmetische Artikel die unter der Verwendung von Tierversuchen hergestellt wurden. Dies umfasst neben dem Verbot des Testens und der Zulassung auch den Vertrieb dieser Artikel in der EU. Positiver Nebeneffekt ist dass so auch keine Artikel aus Ländern wie China mehr vertrieben werden dürfen, denn dort sind Tierversuche für solche Artikel gegenwärtig explizit vorgeschrieben.

Da es dabei um ein Handelsvolumen von etwa 600 Millionen Euro geht darf man zumindest hoffen dass hier ein umdenken stattfinden wird.

Das ganze ist zumindest ein kleiner Schritt in Richtung Tierversuchsfreie Welt, denn weiterhin wird in der Chemieindustrie und in der Medizin auf Tierversuche gesetzt, selbst die Nahrungs- und Genussmittelhersteller testen nach wie vor weiter. Und auch die Bundesrepublik Deutschland testet mit der Bundeswehr an Tieren die Wirkung von Chemischen und Biologischen Waffen…

Ganz makaber dass selbst für Hunde- und Katzenfutter Artgenossen unserer Haustiere leiden müssen: IAMS und EUKANUBA testen Ihren Fraß an Tieren bevor wir das Zeugs unseren Haustieren verfüttern sollen. Ein guter Grund mal über einen Futterwechsel nachzudenken….

Es ist also noch viel zu tun um die Versuche ganz abzuschaffen. Aber ein kleiner Schritt ist getan, wenigstens.