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Amtszicke

Heute Vormittag musste ich zur Zulassungsstelle des Landkreises Landshut. Es war wenig los und ich kam ruck zuck dran. Leider war das dann auch das einzige erfreuliche an diesem Besuch denn die Dame zu der ich musste war die typische Amtszicke.

Offenbar frustriert wegen eines angeborenen Handicaps entrann Ihr nur ein kurz gezischtes “Grüß Gott” und da war schon klar dass ich hier eher keinen Homerun haben werde. Also startete ich die Charmeoffensive, freundlich und nett wie ich so sein kann (haha) und teilte ihr in einer gut gelaunten Stimmlage und freunlcih lächelnd mit dass ich bereits letzte Freitag von der Kollegin drei Zimmer weiter die Zusage über ein kleines Kennzeichen für das Motorrad bekommen habe. Leider offenbar wirkungslos: Unmöglich war die Antwort, der Landkreis hat immer einen Buchstaben und drei Ziffern. Nach einer ewigen Diskussion warum ich kein Kuchenblech ans Bike bauen kann und werde und sie auch Bleche mit 2 Ziffern anböten zischte sie dann zur Kollegin.

Noch mieser drauf kam sie dann wieder und zischte: “aber 22 X 20 ist das kleinste”. Stimmt nicht, 20X20 ist das kleinste, man muss nur die Lettern enger setzen. Nach einer langen Aufzählung von Vorschriften die mir an den Kopf zischten sagte ich nur dass es auch im Landkreis Ausnahmegenehmigungen gäbe. Das fiel ihr dann auch ein, dafür müsste ich aber das Motorrad dem TÜV vorführen damit der das bestätigt zischte sie tippend.
Für zwei cm hatte ich da dann auch keine Lust mehr zu, war mir aber dann auch letztlich egal. Hauptsache weg von diesem Drachen.
Bevor ich rausging fiel mir ein Blatt auf dass sie sich neben den Schreibtisch gehangen hatte:

“Das Leben ist kurz, aber lächeln dauert nur eine Sekunde!”

Hahaha.

have a break

Die letzten Monate waren hart und haben Substanz gekostet. Die letzen Woche mussten noch unzählige Dinge für die USA gemeldet werden, einige davon für Herrn Steve B. persönlich. Da bedarf es dann ganz besonderer Aufmerksamkeit denn wenn irgendwer eine unstimmige Zahl in einem Berg Papier entdeckt dann er.

Jetzt jedenfalls ist die Luft raus und ich glaube wenn ich noch einen einzigen Tag weiter arbeiten müsste hätte es mich umgehauen. Die ersten Vorzeichen waren zumindest eindeutig…

Konrad hat mit “Up” bei emotional overdose das ganze phantastisch betextet (besten Dank für die Erlaubnis den Text zu verwenden):

Mein ganzes Leben lang bin ich auf einen Berg geklettert. Ich habe alles getan, um seinen Gipfel zu erreichen. Habe gelernt, gelogen, betrogen, mich angestrengt, versagt, bin wieder aufgestanden und habe meinen Weg fortgesetzt.
Wie oft dachte ich, dass ich den Gipfel nicht erreichen würde.
Oft, sehr oft sogar konzentrierte sich mein ganzes Denken und Handeln nur auf den Gipfel. Dann kam ich nicht voran.
Doch wenn ich abgelenkt war, schien der Gipfel ohne mein Zutun in greifbare Nähe zu rücken.
Ich lebte nur noch für den Gipfel, wollte nach oben. Ich versuchte es mit allen Mitteln, musste nach oben. Ich riskierte alles, Freunde, Familie, Kinder. Es gab nur noch den Gipfel.
Ich verlor alles. Am Gipfel würde ich es wiederbekommen.
Es gab nur eine Richtung: Nach oben. Ich wurde zum Jünger, zur Mücke, die immer dem Licht zufliegt, Tunnelblick, Scheuklappen, verbissen.
Mein einziges Ziel war der Gipfel.
Endlich angekommen, blicke ich auf die Trümmer am Rand der Schneise, die ich hinterlassen habe und krepiere jämmerlich weil die Luft zu dünn zum atmen ist.

Und damit es nicht wirklich soweit kommt (einen dunklen Teil davon hab ich ja schon hinter mir) ist nun eine kurze Auszeit angesagt in der ich –fast- gar nicht arbeiten werde.

Burnout

Wow, die letzten beiden Wochen waren hart.

Die Vorbereitung des sogenannten Mid Year Reviews hat mich ganz schön geschlaucht. Zwei Wochen lang die Daten des ersten Halbjahres analysiert und die die des zweiten geplant. Fast jeden Tag 10-12 Stunden Besprechungen, Berechnungen, Modelle entwerfen und wieder verwerfen. Briefings, Korrekturen und viel Kaffee.. Und immer wenn man dachte: „das war’s“ -dann kamen neue Vorgaben aus den USA.

Jetzt ist’s geschafft, auch ich bin fertig. Total ausgebrannt freue ich mich über das Wochenende. Im Winter finde ich solche Tage wesentlich anstrengender, Vor allem weil nach der Arbeit irgendwie nie Zeit bleibt etwas zum Ausgleich zu tun. Im Frühjahr/Sommer geheich einfach laufen oder biken aber im Winter …dunkel, glatt.

Aber der Frühling kommt. Hoffentlich. Bald.

Herausfordernd

Nachdem ich mich vor knapp zwei Wochen von meiner Freundin getrennt habe herrscht erheblicher zusätzlicher Organisationsbedarf bei mir.
Um dem entgegen zu wirken habe ich mich schweren Herzens entschlossen jemanden zu suchen der stundenweise im Haushalt hilft, vor allem um den besten Hund der Welt in den Garten zu lassen und ein wenig mit ihm zu spielen (und natürlich die üblichen Sachen die so in einem Haushalt anfallen mit erledigt).
Ich habe mich da immer gegen gewehrt, schliesslich kann ich das alles auch selbst machen, realistisch wäre aber dass ich über kurz oder lang umkippe da gar keine Zeit mehr zum erholen übrig bliebe. Gegenwärtig würde ich eher von kurz ausgehen.

Heute kommt eine Dame aus dem Nachbarort vorbei, mal schauen was Nemo so sagt. Der ist in diesem Fall der Personalchef.