Schlagwort-Archive: kultur

have a break

Die letzten Monate waren hart und haben Substanz gekostet. Die letzen Woche mussten noch unzählige Dinge für die USA gemeldet werden, einige davon für Herrn Steve B. persönlich. Da bedarf es dann ganz besonderer Aufmerksamkeit denn wenn irgendwer eine unstimmige Zahl in einem Berg Papier entdeckt dann er.

Jetzt jedenfalls ist die Luft raus und ich glaube wenn ich noch einen einzigen Tag weiter arbeiten müsste hätte es mich umgehauen. Die ersten Vorzeichen waren zumindest eindeutig…

Konrad hat mit “Up” bei emotional overdose das ganze phantastisch betextet (besten Dank für die Erlaubnis den Text zu verwenden):

Mein ganzes Leben lang bin ich auf einen Berg geklettert. Ich habe alles getan, um seinen Gipfel zu erreichen. Habe gelernt, gelogen, betrogen, mich angestrengt, versagt, bin wieder aufgestanden und habe meinen Weg fortgesetzt.
Wie oft dachte ich, dass ich den Gipfel nicht erreichen würde.
Oft, sehr oft sogar konzentrierte sich mein ganzes Denken und Handeln nur auf den Gipfel. Dann kam ich nicht voran.
Doch wenn ich abgelenkt war, schien der Gipfel ohne mein Zutun in greifbare Nähe zu rücken.
Ich lebte nur noch für den Gipfel, wollte nach oben. Ich versuchte es mit allen Mitteln, musste nach oben. Ich riskierte alles, Freunde, Familie, Kinder. Es gab nur noch den Gipfel.
Ich verlor alles. Am Gipfel würde ich es wiederbekommen.
Es gab nur eine Richtung: Nach oben. Ich wurde zum Jünger, zur Mücke, die immer dem Licht zufliegt, Tunnelblick, Scheuklappen, verbissen.
Mein einziges Ziel war der Gipfel.
Endlich angekommen, blicke ich auf die Trümmer am Rand der Schneise, die ich hinterlassen habe und krepiere jämmerlich weil die Luft zu dünn zum atmen ist.

Und damit es nicht wirklich soweit kommt (einen dunklen Teil davon hab ich ja schon hinter mir) ist nun eine kurze Auszeit angesagt in der ich –fast- gar nicht arbeiten werde.

Leckts mi do am oar…

Ein großes Stück Österreichisches Kulturgut wurde mir vorhin zugestellt.

Ein altes Stück der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV) mit Text und Datei.

Hier ein Auszug aus dem großartigen Text (ich bin so froh das Karneval ist 🙂 )
 

LECKT’S MI DO AM OARSCH
UND GEHT’S GEMEINSAM SCHEISS’N
I BIN NET DER SCHORSCH
WEIL DER TÄT‘ EUCH ANE REISSN
LECKT’S MI DO AM OARSCH
UND KÜSST MICH IN DEN ZWICKL
I BRAUCH KANE WICKL
WEIL MAN PICKEL KRIAGT DAVON.
…UND ZWAR AM OARSCH

LECKT’S MI DO AM OARSCH
I GLAUB, I FAHR NACH RIO
DORT SPIELT’S „OH SOLE MIO“
UND IHR TROTTELN BLEIBT’S DAHAM
(C) EAV

Gute Nacht – heute mit Kultur

In jedem Kleide werd ich wohl die Pein
Des engen Erdelebens fühlen.
Ich bin zu alt, um nur zu spielen,
Zu jung, um ohne Wunsch zu sein.
Was kann die Welt mir wohl gewähren?
Entbehren sollst du! sollst entbehren!
Das ist der ewige Gesang,
Der jedem an die Ohren klingt,
Den, unser ganzes Leben lang,
Uns heiser jede Stunde singt.
Nur mit Entsetzen wach ich morgens auf,
Ich möchte bittre Tränen weinen,
Den Tag zu sehn, der mir in seinem Lauf
Nicht einen Wunsch erfüllen wird, nicht einen,
Der selbst die Ahnung jeder Lust
Mit eigensinnigem Krittel mindert,
Die Schöpfung meiner regen Brust
Mit tausend Lebensfratzen hindert.
Auch muß ich, wenn die Nacht sich niedersenkt,
Mich ängstlich auf das Lager strecken;
Auch da wird keine Rast geschenkt,
Mich werden wilde Träume schrecken.
Der Gott, der mir im Busen wohnt,
Kann tief mein Innerstes erregen;
Der über allen meinen Kräften thront,
Er kann nach außen nichts bewegen;
Und so ist mir das Dasein eine Last,
Der Tod erwünscht, das Leben mir verhaßt.

-na, woher stammt dieser Text? 12 Klasse, eklige Abhandlung, 85 Punkte-