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Knacken und klicken mit Metallica

Ich habe mir gerade das neue Album “Death Magnetic” von Metallica gekauft.

Musikalisch würde es mir sogar recht gut gefallen, was aber die Qualität der Aufnahme angeht ist es eine absolute Frechheit dafür Geld zu verlangen.

Absolut übersteuert, es knackt und klickt an allen Ecken und Enden. Da es sich um eine höchst legale Version ohne Kopierschutz handelt bleibt eigentlich nur noch Handwerkliches Unvermögen als Ursache.

Danke Warner Bros. für diesen ScheiX.

Für die Ohren: Sidos neue

Neuzugang in meiner Musiksammlung ist das neue Album von Sido „Ich & meine Maske

Von den lächerlichen Zwischentracks „Peilermann & Flo“ mal abgesehen ist das Album eine echte Wucht geworden -obwohl ich eigentlich gar nicht so auf Hip Hop stehe. Das Album zeigt das Sido auch Sozialökritisch sein kann, gibt mir nen Grund Fler und B-Tight für Vollidioten zu halten und zwingt mich dringend nach anderen Tracks Von Kitty Kat zu suche – die ist nämlich richtig gut.

Richtig gut: „Augen auf“, „Strip für mich“, „Aggrokalypse“ (trotz der Penner die da mitrappen),“Ich & meine Maske“ – aber letzlich sind halt fast alle gut geworden.

Nur bei Carmen, ich glaube da war er total verpeilt. Aua.

Leckts mi do am oar…

Ein großes Stück Österreichisches Kulturgut wurde mir vorhin zugestellt.

Ein altes Stück der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV) mit Text und Datei.

Hier ein Auszug aus dem großartigen Text (ich bin so froh das Karneval ist 🙂 )
 

LECKT’S MI DO AM OARSCH
UND GEHT’S GEMEINSAM SCHEISS’N
I BIN NET DER SCHORSCH
WEIL DER TÄT‘ EUCH ANE REISSN
LECKT’S MI DO AM OARSCH
UND KÜSST MICH IN DEN ZWICKL
I BRAUCH KANE WICKL
WEIL MAN PICKEL KRIAGT DAVON.
…UND ZWAR AM OARSCH

LECKT’S MI DO AM OARSCH
I GLAUB, I FAHR NACH RIO
DORT SPIELT’S „OH SOLE MIO“
UND IHR TROTTELN BLEIBT’S DAHAM
(C) EAV

Hölle Hölle Hölle Hölle

Ich habe gerade Wolfgang Petry im Fernsehen gesehen. Ohne Bart, ohne Freundschaftsbänder.

Optisch irgendwie viel älter, aber er hat nicht gesungen, das war schon mal viel wert (Wolle Petry Fans mögen mich dafür hassen), die Übertragung hat mich an eine dunkle Nacht vor einigen Jahren erinnert.

Es war, glaube ich, 1997 und ich als Techno DJ viel unterwegs. An Sylvester waren wir in Bonn in der Biskuit Halle. So weit alles normal. Die Rückfahrt war mit dem Zug geplant und, naja, da fing alles an. Schnee, Eis, die Bahn hatte so Ihre Schwierigkeiten und lies uns erst mal einige Zeit am verträumten (und ungeheizten) Bonner HBF warten.

Irgendwann kann der Zug, fuhr auch los, kam aber viel zu spät am Umsteigeort in Andernach an. Kein Problem, es gibt ja Bahnhofskneipen dachten wir (ne muntere Gruppe von etwa 15 Leuten) und um sechs Uhr früh wir da bestimmt noch was los sein (und ich schwöre: In Andernach war sonst alles zu).

Die Bahnhofskneipe entpuppte sich als der traurigste Ort der Welt. Etwa sechs Heimatlose waren noch da, die hatten aber alle einen Liebling: Wolle Petry.

Der Anschlusszug fuhr erst um 8.00 und es waren zwei Stunden Hölle Hölle Hölle Hölle mit Non Stop Wolfgang Petry und seinem traurigem (aber dafür tanzendem)Chor. Trotz großzügigem Trinkgeld war es uns nicht möglich die Musik zu ändern.

Viel mehr meinte der Wirt wir wären doch so Techno Drogen Typen und wenn wir stänkern würden riefe er die Bullen. Weil’s saukalt war und wir sonst nirgendwo hin konnten haben wir uns, den sicheren Tod vor Ohren, dem Schicksal gefügt.

Naja, ich war jedenfalls recht froh dass es dann irgendwann acht war und wir mit blutenden Ohren aus dem unterirdischen Folterkeller raus konnten. Seit dem bekomme ich bei Wolle jedenfalls immer Panikattacken…