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warum eigentlich Libyen

Seit Tagen verfolge ich interessiert die Berichterstattung über den Konflikt in Libyen.

Nur: Die Vereinten Nationen waren sich ja erstaunlich einig dass man hier unbedingt militärisch eingreifen müsse und man hat auch kurz darauf mit den Angriffen begonnen.

Losgelöst ob ich richtig finde was in dem Land intern vorgeht – für mich ist es erst mal ein interner Konflikt. Wenn hier die Welt eingreift, warum macht sie das dann nicht ebenso in Bahrain, der Elfenbeinküste, Tibet, dem Sudan etc.?

Hier gehen die Machthaber nicht minder brutal vor, wo ist denn da der Unterschied?

Eventuell sehe ich das zu simpel, aber mir scheint doch dass es mal wieder ums Öl geht und man einen unbequemen Machthaber entfernen könnte um sich ein willfähriges Regime zu installieren. Hat ja bisher auch ganz gut so funktioniert.

WALMART

Ein Besuch im Walmart Supermarkt ist irgendwie immer ein Erlebnis.
Da ist irgendwie einfach alles riesig: Die Einkaufswagen, der Markt, die Packungen (alles immer extra large damit man ja noch dicker wird) und auch die Kunden.

Und wenn man dick genug ist bekommt man kostenlos ein Elektromobil zum Einkaufen gestellt….

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Und die Dame hier war noch eine der schlankeren mit Emobil im Markt. Und nein, ich habe nichts gegen dickere Menschen, nur ist es hier in den USA wirklich extrem. Alles XXXL und die Leute kaufen und konsumieren auch so.

Aber dafür gab es dann auch was feines: Spielzeug für’s Kind

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und Peanut Butter M&M’s für Angi – letztes mal hatte ich versehentlich die falschen mitgebracht. Davon wird man aber vermutlich in kurzer Zeit so füllig wie die Dame oben….

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wieder mal Seattle

Gestern habe ich mich um halb sechs Uhr morgens aufgemacht um wie jedes Jahr um diese Zeit beruflich nach Seattle zu reisen.

Der Flug war erfreulicherweise nicht ganz ausgebucht so dass ich es mir auf zwei Sitzen gemütlich machen konnte, wie das Leben so spielt waren leider recht viele Kleinkinder an Bord und der Lärmpegel entsprechen hoch (hasst mich dafür, aber ich denke die gehören nicht in eine Flugzeug. 9 Stunden Geschrei lassen auch den gelassensten Reisenden dunkle Gedanken bekommen).

Um den Lärmpegel zu reduzieren habe ich mich kurz entschlossen in eine Ausgabe gestürzt die ich seit dem nicht mehr vermissen mag: Ein Bose Headset mit eingebauter Lärmreduzierung. Das Ding misst die Geräusche in der Umgebung und erzeugt Gegensignale die sich dann gegenseitig aufheben. Das Ergebnis ist: Ruhe…

So ausgerüstet habe ich dann im Flieger gleich mehrere Filme anschauen können, das Programm war wirklich gut, und so sah ich “The social network”, “Verrückt nach Dir”, “Wallstreet 2” und “Morning Glory”. Die Zeit vergeht doch viel schneller wenn man was zum anschauen hat…

Im Flugzeug dann zwei Neuerungen der paranoiden Amerikaner: Man darf sich nicht mehr in Gruppen (das sind dann schon zwei Leute) auf dem Gang befinden…. Das ist vor der Toilette manchmal gar nicht so leicht, liebe Amis.

Die zweite Neuerung war eine gute, endlich muss man das seit der Einführung von ESTA an sich überflüssige grüne Einreisedokument nicht mehr ausfüllen. Sehr erfreulich, bin mir eh sicher dass es in den USA einen ausgehölten Berg gibt wo die ihre ganzen Formulare einlagern.

Die Einreise war wie immer nervig. Von 8 oder 9 Schaltern natürlich nur 4 offen, entsprechend groß der Andrang. Vor mir eine Schulklasse aus Asien, alle ohne Englischkenntnisse. also neue Schlange von Officer angewiesen bekommen, dieses mal hinter einer 6 Köpfigen Familie aus Russland. Auch da sprach keiner Englisch.

Dadurch dauerte schon die Einreise fast eine Stunde, das mag man wenn man vorher 9 Stunden im Flieger saß….

Wenigstens klappte dann alles bei Avis, karre war da und in Ordnung, draußen dann aber der Schock: Schnee.

Was in Deutschland kein Problem ist wird hier in der Region schnell zum Chaos. Es gibt (fast) keine Fahrzeuge mit Winterreifen, alle fahren riesige Autos mit viel PS und verlieren sofort die Kontrolle darüber. Schneeräumen und Salzen? Nur in Ausnahmefällen auf sehr wenigen stellen – und auch da nur unregelmäßig.

Bin dann also Richtung Hotel gerutscht, einchecken war easy, Zimmer seit dem letzten Jahr frisch renoviert (so wild war’s doch gar nicht….).

Erst mal etwas arbeiten vom Zimmer und dann schnell ab zum Starbucks auf nen Coffee, der Jetlag muss ja bekämpft werden. Danach ins City Center auf den Food Court wo man an diversen Schnellrestaurants essen kann.

Ich entschied mich für Sushi, hab eh schon zu viel auf den Hüften und Sushi in einer Stadt die am Meer liegt ist was feines.

Heute früh dann ab vier Uhr schlaflos in Seattle, also auf und ab ins “Gym”, etwas Sport treiben. Um halb sechs zurück aufs Zimmer, duschen, einige Mails bearbeiten und wieder zum Starbucks. Draußen fiel mir auf dass die Straßen glatt waren und viele Autos recht viel Schnee auf der Karosserie hatten. Nicht gut…

Um 8.30 dann Auto geholt, auf nach Redmond zum Microsoft Campus. Dabei dann gelernt dass auch auf den Interstates nicht zwingend Schnee geräumt wird, die Fahrt dauerte entsprechend länger und je weiter ich nach Redmond rein furh umso glatter wurde es. Der Weg war gesäumt von diversen Autowracks, wobei die Straßen recht leer waren, sonst herrscht um diese Uhrzeit immer ein mordsverkehr, aber bei Schnee bleibt man in den USA hakt daheim.

Wohlgemerkt, hier sind etwa drei Zentimeter Schnee gefallen….

Jetzt sitze ich im Menschenleeren Office, auch hier sind die meisten daheim geblieben und arbeiten von da aus. Meetings von heute sind fast alle auf morgen verschoben worden, dafür bot sich aber die Gelegenheit mit einigen anderen Termine zu vereinbaren die sonst eher keine Zeit gehabt hätten.

Leerer Parkplatz vor dem Microsoft Studio D

Mal schauen was der Abend so bringt, von morgen noch gar nicht zu denken… der Wetterbericht sagt zwar keinen Schnee, dafür aber kältere Temperaturen vorher. Dann friert der abgeschmolzene Schnee auf den Straßen und es wird richtig lustig.

Free Tibet

Irgendetwas stimmt doch gerade nicht. Als in Burma Mönche verfolgt wurden schrie die ganze welt auf, die internationale Staatengemeinschaft drohte mit Sanktionen  und überhaupt waren alle empört.

Nun geschieht beinahe das gleiche in China und irgendwie juckt es keinen. In den Nachrichten wird darüber auch nur mitten drin berichtet, die Kanzlerin die so Medienwirksam den Dalai Lama empfangen hat äussert sich fast kaum und auch die Olympischen Spiele, wohlgemerkt ein Fest des Friedens, will auch keiner in Frage stellen.

Man könnte böse vermuten dass es leicht fällt einem unwichtigen Zwergstaat wir Burma zu drohen, einem wichtigen Wirtschaftspartner wie China, ach, komm, da drückt man doch mal alle Augen zu und sieht lächelnd über den Völkermord hinweg. Und da es in Tibet auch kein Öl gibt hört man auch nichts aus den USA.

Ich könnte gelinde gesagt kotzen über die verlogenen Staatsoberhäupter dieser Welt. So ziemlich jeder hat sich für nette Fotos mit dem Dalai Lama ablichten lassen und erklärt wie toll doch der gewaltlose Kampf sei und dass man China deutlich sagen würde dass Meschenrechtsverletzungen auf gar keinen Fall akzeptiert würden [blah]

Faschistische Volkrepublik China

Job Rotation

Bei einem Dienstleistungscenter im Ausland wird so etwas wie Job Rotation gemacht. Sprich der Job wird dann von jemand anderem gemacht und man selbst wechselt weiter (für immer). Nicht schlecht wenn man sich weiterentwickeln will bzw. gute Leute durch wichtige Positionen bringen will

Blöd nur dass die immer genau dann wechseln wenn sie endlich ihren Job verstanden haben. Die Qualität der Ansprechpartner sinkt so leider in unerforschte Tiefen. Und das nun schon seit Jahren immer und immer wieder.

Ich verzweifle langsam 😯