Fettsteuer?

Da noch kein Sommerloch ist muss es sich bei diesem Vorschlag um ein ernstgemeintes unterfangen handeln.
Aus meiner bescheidenen Sicht genauso sinnvoll wie ein gefordertes Verbot von Killerspielen, aber das ist ein anderes Thema, die Bühne dafür ist jedoch die gleiche.

Die hohe Politik will den -mündigen- Bürger bevormunden und durch weitere Gängelung in die mutmaßlich richtige Richtung drücken.
Folgende Fragen stellen sich mir dabei zu erst:
-Wenn wie gefordert eine Steuer (vermutlich analog zu den Alkopops) auf ¨ungesunde¨ Lebensmittel eingeführt würde, wie wird das gehandhabt?
-Werden Steuern auf Currywürste erhoben aber auf Bratwurst und Curry nicht?
-Macht Mutter zu Hause sich strafbar wenn sie unversteuert Pommes aus Kartoffeln schnitzt?
-Wird Bier auch (zusätzlich) besteuert?
-Was wird aus Bayern? Auf dem Oktoberfest dürfte nur noch Tee und Gemüse verkauft werden!

Aber mal im Ernst: was ist denn die Ursache für das eigentliche Problem?
Ich glaube dass viele heute kein Geld mehr für gesundes Essen haben. Übergewicht ist -kein Vorurteil- zumeist ein Problem des kleinen Bürgers. Und wo kauft der wohl ein? Kaum auf dem Wochenmarkt. Ravioli hier, Doseneintopf da (immer mit Einlage, trotzdem billig). Immer schön günstige wertlose Lebensmittel.
Dazu noch (als Vegetarier (Pescetarier, ich esse Fisch) muss ich es einfach sagen) Fleisch an jeder Ecke, damit verbunden Fett im Überfluss. Fleisch ist teilweise billiger als Gemüse. Vergleicht mal die Kilopreise in der Werbung
Die ursprüngliche Idee fand ich viel besser: Jedem erklären was er gerade isst. Und wie er gesund leben kann. Und Sport endlich wieder fördern, denn was verbrannt wird setzt auch nicht an.

Viel schlimmer finde ich aber die Frage wie tief sich der Staat noch in das Leben des Bürgers drängen will. Onlinedurchsuchungen, Rauchverbot im (eigenen) Auto, Killerspiele. Was kommt denn noch?
Müsste man nicht erkennen dass die sozialen Netze brechen und es dringend geboten ist zu helfen statt zu verbieten?

5 Gedanken zu „Fettsteuer?“

  1. Aufklärung bringt nicht viel, wei es um Verhaltensänderung und Motivation geht. Aus Sicht von Public Health müssen zur Gesundheitsförderung die Verhältnisse gesünder werden – damit die gesunde Nahrungswahl automatisch die leichtere ist! Darum ist der Steueransatz richtig! Darum sieht das Ideal so aus, dass ein Wei

  2. Wenn der Staat schon um die Gesundheit der Übergewichtigen besorgt ist, soll er doch bitte die „gesunden“ Lebensmittel (welche immer das auch sein mögen) verbilligen, statt die angeblich ungesunden Lebensmittel durch einen Steueraufschlag künstlich zu verteuern. Plumper geht’s nimmer – Steuererhöhung, darum geht es, um sonst nichts. Es gibt übrigens keine per se „ungesunden“ Lebensmittel. Alles eine Frage der Menge. Die Wissenschaft ist sich ja selbst nicht einig, was denn nun dick macht. Mal ist es das böse Fett, dann wieder die Kohlenhydrate, dann hat man sich doch wieder geirrt und keines von beiden ist richtig. Übrigens, warum sollen alle diese Strafsteuer bezahlen, also auch Leute die weder Übergewichtig sind, noch in Gefahr sind, es zu werden? Dann doch bitte eine „Fettensteuer“. sollen doch die zahlen, die sich den ganzen Tag vollfressen.

  3. Klasse Beitrag. Meiner Meinung nach geht es einfach nur darum, die Bürger möglichst noch mehr zu kriminalisieren und das Staatssäckel weiter zu füllen. In zehn Jahren zahlen wir Steuern für jede Minute Sex, wetten?

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